Im Interview: Stelle des Sontraer Stadtmanagers bleibt bestehen

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Seit etwa eineinhalb Jahren ist Alexander Dupont der Stadtmanager von Sontra. Hier in seinem Büro entstehen Broschüren, Kalender und Ideen für kommende Veranstaltungen.

Im Interview: Stelle des Sontraer Stadtmanagers bleibt bestehen, Alexander Dupont

Sontra. Seit Juli 2017 ist Alexander Dupont der Stadtmanager von Sontra. Eine Stelle, die bisher zu 40 Prozent durch Mittel der Landesstiftung „Miteinander in Hessen” finanziert wurde. Nun wurde der Haushalt 2019 mehrheitlich beschlossen und damit auch der Stellenplan, der die unbefristete Weiterbeschäftigung des Stadtmanagers beeinhaltet. „Auch wir haben uns für die unbefristete Weiterbeschäftigung eingesetzt”, sagt Axel Fahnert vom Vorstand der Aktionsgemeinschaft Sontraer Handels e.V. (ASH). So habe der Stadtmanager durch seine Erfahrungen und Kontakte die Arbeit der ASH auf eine professionellere Ebene gehoben. „Veranstaltungen, die wir seit jeher erfolgreich feiern, konnten wir gemeinsam ausbauen und erweitern”, so Fahnert.

„Die Steigerung der Attraktivität der Stadt Sontra als Wirtschafts- und Wohnstandort sowie die Erhöhung der Lebens- und Aufenthaltsqualität für Einheimische und Gäste sind wesentliche Ziele. Gerade bei der Förderung der erfolgreichen Zusammenarbeit wichtiger Handlungsträger der Stadt, bestehend aus Politik, Stadtverwaltung, Bürgern, Vereinen und Gewerbetreibenden kann unser Stadtmanagement in Zukunft weiterhin positive Impulse setzen”, sagt Bürgermeister Thomas Eckhardt, der sich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit wünscht.

Auch Alexander Dupont freut sich, das Stadtbild weiterhin positiv prägen zu können. Der SONTRAER STADTKURIER (SSK) hat mit ihm gesprochen.

SSK: Herr Dupont, seit etwa eineinhalb Jahren sind Sie nun der Stadtmanager. Auf welche Projekte und Maßnahmen können Sie zurückblicken?

Dupont: Zur Verbesserung des Stadtbildes wurde kürzlich ein neues Leitsystem samt Ortseingangstafeln installiert. Zur Adventszeit lässt die neue Weihnachtsbeleuchtung die Sontraer Innenstadt im neuen Glanz erstrahlen. Mit Erfolg haben wir uns an verschiedenen Förderprogrammen beteiligt. Auch die Marketingkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit wurde mit vielfältigen Maßnahmen insgesamt optimiert. Darüber hinaus wurden in Sontra einige Events und kulturelle Highlights auf die Beine gestellt, die es so vorher nicht gab. Wie zum Beispiel das Street-Food-Festival mit Frühlingsmarkt, die Sontraer Comedy Night, der Hänselsommer oder auch das Wanderevent „Sontra von 8 bis 8“, die Radwegeinweihung des R13 und das Kinderfest. Für bestehende Veranstaltungen wie den Kupferstädter Adventsmarkt wurde ein neues Konzept entwickelt. Dabei waren stets viele örtliche Vereine und Institutionen beteiligt, vor allem die Aktionsgemeinschaft Sontraer Handels e.V. und die ins Leben gerufene Initiative „SontrAktiVereint“.

SSK: Worin sehen Sie ihre Kernaufgabe?

Dupont: In erster Linie bin ich für die Koordinations- und Netzwerkarbeit zuständig. Daher habe ich auch mit der Initiative „SontrAktiVereint“ am Landesprogramm der Engagement-Lotsen in Hessen teilgenommen. Die Vereinsförderung ist mir sehr wichtig. Und meine Aufgabe als Schnittstelle und Vernetzer zwischen Politik, Wirtschaft und Bürgern. So bin ich mittlerweile als Beisitzer im Vorstand der ASH und als Schriftführer beim „Arbeitskreis Breitwiesn“ sowie „Runden Tisch – Kinder in Sontra“ organisiert.

SSK: Was sind die Herausforderungen Ihrer täglichen Arbeit?

Dupont: Eindeutig die, allen Aufgabenfeldern gerecht zu werden. In größeren Kommunen sind die Aufgaben klar abgegrenzt und auf mehrere Köpfe verteilt. Meine Arbeit besteht etwa zu je einem Viertel aus den Themen Eventmanagement, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Wirtschafts- und Verkehrsförderung sowie aus Verwaltungsarbeiten, die ich als Stabsstelle des Bürgermeisters wahrnehme. In allen Bereichen arbeite ich eng mit der Verwaltung, dem Bürgermeister, mit Gewerbetreibenden, Arbeitsgemeinschaften und den Vereinen zusammen. Aber genau dieses Abwechslung ist immer wieder interessant.

SSK: Und diese Abwechslung an Themen bietet Ihnen in der nächsten Zeit was?

Dupont: Als eines der nächsten Themen steht der Bürgerbus an. Das Betriebskonzept steht, nun hoffen wir, dass wir vor Ablauf des Programmes noch einen erhalten werden. Auch die Fördermittelakquise steht weiterhin im Vordergrund. Sowohl für Maßnahmen des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) als auch für Maßnahmen des Projektes „Sontra 2030“. Dort haben wir sehr viele Vorschläge erhalten, nun müssen wir schauen, was wir davon umsetzen.

SSK: Wie entscheidet sich das?

Dupont: Vor allem natürlich auf Grund von wirtschaftlichen Aspekten. Und der Entscheidungen der politischen Gremien. Dort werde ich zukünftig mindestens einmal im Jahr meine Schwerpunkte darstellen, um gemeinsame Strategien zu entwickeln.

SSK Wie sieht es in der interkommunalen Zusammenarbeit aus?

Dupont: Mit der neu herausgebrachten Informationsbroschüre über Sontra, Herleshausen und Nentershausen zeigen wir, es geht nur gemeinsam. Auch beim Gesundheitsnetz „Fachwerk Gesundheit“ sind wir interkommunal aufgestellt. In Zusammenarbeit mit dem Geo-Naturpark Frau-Holle-Land wollen wir in Zukunft verstärkt auf die Umgebung im Rahmen von Wandern, Radfahren, Natur und Geschichte aufmerksam machen.

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