„Meine Stadt - mein Engagement": Sontraer Schüler nahmen am Projekttag teil

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Im Rathaus stellten die Schüler eine fiktive Sitzung der Stadtverordneten nach.

Die vielseitigen Möglichkeiten des Engagements in der eigenen Stadt kennnenlernen, das war das Ziel des Projekttages „Meine Stadt - Mein Engagement” am Mittwoch in Sontra.

Sontra. Hier trafen die Organisatoren von Omnibus, der Freiwilligenagentur, der Jugendförderung Werra-Meißner und des Projektes „Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis” auf offene Ohren. „Die aktive Nachwuchsarbeit ist in vielen Vereinen ein aktuelles und wichtiges Thema. Durch dieses Projekt können die Kinder und Jugendlichen über die Schule hinaus Vereine und Organisationen, in denen Engagement groß geschrieben wird, kennen lernen”, sagt Bürgermeister Thomas Eckhardt, der sich von der Aktion erhofft, andere mit der ehrenamtlichen Bereitschaft anzustecken.

Teilgenommen haben die 7. Klassen der Adam-von-Trott-Schule. „Ohne Geben und Nehmen kann eine Gemeinschaft nicht funktionieren. Mit Vorbereitung und Durchführung des Projekttages wollten wir seitens der Schule den Aspekt des Gebens bei unseren Schülern stärker bewusst machen. Wir hoffen, dass sich aus der bewusst gewählten und tatsächlich umgesetzten Aktivität bei der einen oder dem anderen im kommenden Schuljahr die Teilnahme am freiwilligen sozialen Schuljahr entwickelt”, sagt Schulleiterin Susanne Herrmann-Borchert. „Mit dem Tag erlernen die Schüler vielleicht neue Kompetenzen, die später zur Berufsfindung beitragen können”, sagt Armin Bahl von der Kreisjugendförderung.

Hannah Hohmeier und Nelly Deist (Mitte) verbrachten ihren Projekttag im AWO-Seniorenzentrum. Im Hintergrund Christine Horn (links, Omnibus- die Freiwilligenagentur), Armin Bahl (2.von rechts, Kreisjugendförderung) und Katharina Franke (rechts, Demokratie leben).

Seniorenzentrum

So zum Beispiel im AWO Seniorenzentrum. Hierfür hatten sich zwei Schülerinnen entschieden, „aus Freude am Umgang mit Menschen”, wie sie sagen. „Schüler als ehrenamtlich Engagierte hatten wir hier noch nicht”, sagt Leiterin Anette Schmidt, die sich über jungen Zuwachs freuen würde. Beispiele für eine Zusammenarbeit von Jung und Alt wären eine Hauszeitung mit vergangenen Anekdoten der Hausbewohner und aktuellen Geschichten aus dem Schulalltag oder ein Erzählcafé, um in den gemeinsamen Dialog zu treten.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sontra hatten sich extra frei genommen, um den Schülerinnen die Feuerwehr näher zu bringen.

Freiwillige Feuerwehr

Dialog ist auch bei der Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr wichtig. Hier müssen alle Abläufe stimmen, um im Ernstfall Leben retten zu können. Mit eigens zur Verfügung gestellter Schutzkleidung zeigten die Ehrenamtlichen der Sontraer Wehr den Schülern, was bei einem Verkehrsunfall, einem Gefahrgutunfall oder einem Brand zu tun ist.

Werratalverein

Die Windhause als Schutzhütte und Grillanlage ist ein beliebtes Ausflugsziel. Um dieses in guten Stand zu halten, kümmert sich der Werratalverein e.V. um die Pflege des Gebäudes und Areals. Hierbei erhielten sie am Projekttag Unterstützung von den Schülerinnen und Schülern. Gemeinsam wurde gestrichen, das Dach gesäubert und Wege frei geräumt. Außerdem gab ihnen Reinhard von Bodelschwingh Einblicke in die Wanderzeichen und Wanderwege.

Bürgerhilfe

Im Warenkorb der Bürgerhilfe Sontraer Land e.V. war auch ehrenamtlicher Einsatz gefragt. Erst wurden Lebensmittel sortiert, gesäubert und eingeräumt, dann alles für die Lebensmittelausgabe am Nachmittag vorbereitet.

Kita & Spiel- und Lernschule

Experimentierfreudig ging in es in der Katholischen Kindertagesstätte St. Maria zu. Hier führten die Schüler mit den größeren Kindern ein physikalisches Experiment durch. Beim Spiel- und Lernschule e.V., Kiga Rabennest in Berneburg, wurde ein Projekt im Rahmen des Themas „Forschen mit Fred” angeboten.

SG Sontra

Auch sportliches Engagement ist möglich. Das zeigte der Sportgemeinschaft 1919 e.V. Sontra (SG) an mehreren Stationen. Ob die Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit, das Kennenlernen der Aufgaben eines Trainers und Betreuers oder die Pflege des Sportplatzes – die SG hatte viel zu bieten. Auch wie die Bewirtung von Gästen bei Spielen abläuft, brachte die SG den Schülern näher.

Schule und Stadt

Nicht nur sportliches oder kulturelles Engagement ist möglich, auch in der Politik ist Ehrenamt gefragt. Der Jugendbeirat und die Schülervertretung der Adam-von-Trott-Schule stellte einen typischen Sitzungsverlauf im Sitzungssaal des Rathauses dar. Mit dabei der Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Mutter, der seine Aufgaben in der Versammlung, die er ehrenamtlich leistet, erläuterte.

Der Projekttag „Meine Stadt – Mein Engagement” fand kreisweit erstmalig in Sontra statt. „Wir würden uns wünschen, dass es Nachmacher gibt, Kommunen, die sich interessieren und auch mitmachen möchten”, so die Organisatoren.

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