Sontra besiegelt Partnerschaft mit polnischer Gemeinde

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Die Städtepartnerschaft wurde im Sitzungssaal feierlich besiegelt.

Die Stadt Sontra und die Gemeinde Łącko aus Polen sind eine Partnerschaft eingegangen. Die Kontakte nach Polen gibt es bereits seit 2004, jetzt wurde die Partnerschaft feierlich besiegelt.

Sontra. Besonders feierlich ging es am Sonntagnachmittag im Sitzungssaal des Sontraer Rathauses zu. Dies lag in erster Linie an einem ganz besonderen Tagesordnungspunkt. Nach mehrheitlichem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung ist es der ausdrückliche Wunsch der Stadt Sontra und der Gemeinde Łącko aus Polen eine Partnerschaft einzugehen. Durch das Zusammenwirken beider Kommunen soll ein Beitrag zur Völkerverständigung und zur Sicherung des friedlichen und freundschaftlichen Zusammenlebens in Europa geleistet werden. Dies wurde nun vertraglich und vor allem unbefristet besiegelt. Łącko, übersetzt Wiesendorf, liegt am linken Ufer des Flusses Dunajec zwischen den Inselbeskiden (Beskid Wyspowy) im Norden und den Sandezen Beskiden (Beskid Sądecki) im Süden. Die Gemeinde im Südosten Polens verfügt über rund 16.000 Einwohner.

Bereits seit 2004 gibt es Kontakte mit Łącko, die auf die langjährigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Adam-von-Trott-Schule und der polnischen Schule Zespól Szkolno-Gimnazjalny zurückzuführen sind. Zahlreiche gegenseitige Besuche mit über 130 Schülerinnen und Schülern gab es schon. „Viele Freundschaften wurden bereits geschlossen und sollen künftig auch weiter aktiv zueinander entwickelt werden“, so Schulleiterin Susanne Herrmann-Borchert.

Jan Dziedzina (links) und Thomas Eckhardt unterschreiben die Städtepartnerschaft.

Neben Łąckos Bürgermeister, Jan Dziedzina, Bürgermeister Thomas Eckhardt und Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Mutter sowie einigen Sontraer Fraktionsvorsitzenden und Magistratsmitgliedern, waren zwei besondere Ehrengäste vor Ort. Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigem Amt, und MdL Dieter Franz, begrüßten die Delegation aus Polen. Hierbei betonte Michael Roth, dass Europa vor großen Herausforderungen stehe und Städtepartnerschaften zwischen deutschen und polnischen Gemeinden noch eine Seltenheit sind. Um die Beziehungen in Europa auf kulturellem, wirtschaftlichem und kommunalpolitischem Gebiet zu fördern und zu intensivieren, sind Partnerschaften dieser Art ein wichtiger Schritt zur positiven Entwicklung von Toleranz, Verständnis und gegenseitiger Achtung. MdL Dieter Franz, der selbst polnische Wurzeln in seiner Familie hat, bot sich direkt an, den nächsten gemeinsamen Austausch, der im Frühjahr 2018 in Łącko geplant ist, persönlich zu begleiten. Die Verbindung der beiden Städte möge zu einem friedlichen Miteinander in der Welt beitragen, sagte Bürgermeister Thomas Eckhardt. Er ist sich sicher, dass sich die Zusammenarbeit positiv entwickeln werde. Jetzt gilt es, sich noch näher kennenzulernen, in der Zukunft einiges gemeinsam zu unternehmen und vor allem sich gegenseitig zu unterstützen. Wie erfolgreiche Zusammenarbeit funktioniert, zeigen die beiden Städtepartnerschaften zwischen Sontra und Vimoutiers in Frankreich sowie mit Tambach-Dietharz in Thüringen, die inzwischen viele Jahre existieren und intensiv gepflegt werden.

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