Stolpersteine als Symbole des Gedenkens in Herleshausen verlegt

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In Herleshausen wuren zum dritten Male Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des NS-Regimes verlegt.

Herleshausen. Gekommen waren Angehörige aus Amerika, Vertreter des Landtags, der Bürgermeister, sämtliche Helfer und interessierte Gäste, denn zum dritten Mal stand eine Stolpersteinverlegung in Herleshausen an. Am vergangenen Montag wurden in dem Ort, 15 Steine verlegt.Stolpersteine symbolisieren das Gedenken an Opfer und Verfolgte des NS-Regimes aus dem Zweiten Weltkrieg. Es handelt sich dabei um würfelartige Steine, die gewöhnlich vor dem letzten Wohnhaus der Betroffenen verlegt werden. Nachdem die Gäste vom Vorsitzenden des "Arbeitskreises Stolpersteine", Helmut Schmidt, in Herleshausen begrüßt wurden, richtete Bürgermeister Burkhard Scheld einige Worte an die Menge. Er wies in diesem Zusammenhang  auf die derzeitige Flüchtlingssituation  hin und rief die Unantastbarkeit der Würde des Menschen in Erinnerung.Der Lantagsabgeordnete Dieter Franz hieß in seiner englischen Ansprache die amerikanischen Angehörige im "Neuen Deutschland" herzlich willkommen. Er appellierte an die  "Aufgabe aller Demokraten, sich für die Freiheit einzusetzen.”

Besonderer Einsatz

Nach einer kurzen musikalischen Untermalung der Gedenkfeier wurden die Stolpersteine an der ersten Station verlegt.Dabei stellten Jugendliche der "Second Home"-Jugendgruppe die Mitglieder der Familie Neuhaus, insgesamt fünf Personen, kurz biografisch vor, bevor die Aufsteller mit Bild und persönlichen Daten neben einer Rose am Stolperstein niedergelegt wurden. Besonders dabei hervorgehoben wurde Kurt Neuhaus, der  in seiner Zeit in der amerikanischen Armee sein Heimatdorf Herleshausen nicht vergaß und vor der Zerbombung durch seine Kameraden schützte. Aus diesem Grund brachte man eine Gedenktafel an der Wand des ehemaligen Wohnhauses an, mit der nun für immer symbolisiert sein wird, was Kurt Neuhaus für den Ort geleistet hat. Zur Einweihung der Tafel waren sowohl der  Neffe als auch die Nichte anwesend, die im Nachhinein auch ihre Worte an die Gäste richteten und darin ihre kurzen Erinnerungen preisgaben. Im Anschluss machten sich die Anwesenden zur nächsten Station auf, um die restlichen zehn Steine zu verlegen. (tre)

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