Studenten präsentieren erste Ergebnisse des Stadtkernentwicklungskonzepts „Sontra 2030“

Die Kasseler Studenten bei der Präsentation ihrer ersten Ergebnisse.
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Die Kasseler Studenten bei der Präsentation ihrer ersten Ergebnisse.

Seit Oktober befassen sich Studenten der Universität Kassel mit einem Planungs- und Entwicklungskonzept für die Stadt Sontra. Nun präsentieren sie die ersten Ergebnisse.

Sontra - Wie soll sich Sontra in Zukunft entwickeln? Seit Oktober 2017 haben sich Studenten der Universität Kassel unter Leitung der Diplom-Ingenieure Prof. Dr. Uwe Altrock und Uwe Höger, die Planungs- und Entwicklungskompetenzen im Rahmen des Studiengangs Stadt- und Regionalplanung vermitteln, mit diesem Thema befasst. Ziel des Abends am Brodberg war es, einen ersten Eindruck über Problemstellungen, daraus resultierende Handlungsfelder für das Stadtkernentwicklungskonzept vorzustellen und einen aktiven Austausch anzuregen. Neben Bürgermeister, Magistrat und Fraktionsvorsitzenden waren auch Mitarbeiter der Stadtverwaltung und zahlreiche Vorstandsmitglieder der Aktionsgemeinschaft des Sontraer Handels zu Gast. Gegliedert ist das Konzept in mehrere Themenbereiche: Einführung, Methodik, Zielsystem, Zielgruppenprofile, SWOT-Analyse sowie in die Bereiche Leitbild- und ziele, Zielsystem sowie in einen umfangreichen Maßnahmenkatalog.

Bahnhof im Visier

Für die Gebietsabgrenzung wurden insbesondere die Innenstadt zwischen Barbaraplatz und dem Sontraer Bahnhof unter die Lupe genommen. Problemstellungen sehen die Studierenden im Bevölkerungsrückgang, der den ländlichen Raum allgemein hart trifft, der Überalterung und dem damit verbundenen Wegzug junger Menschen, in der drohenden medizinischen Unterversorgung und in der akuten Leerstandssituation von privaten und gewerblich betriebenen Immobilien. Die Bestandsanalyse zeigte auch, dass Handlungsbedarf in der Parkraumbewirtschaftung, beim Stadtmobiliar, bei Beleuchtungskonzepten und auch beim Thema Barrierefreiheit in der Innenstadt besteht.

Mit Blick auf die Stadtmitte haben sich die Studierenden intensiv mit dem Niederstadtplatz beschäftigt, der als Freifläche mit Café neue Blickwinkel zur Niederstadtstraße öffnet. Aufenthaltsflächen und Wohnbebauung am Mühlgraben sorgen für ein Flair wie in Venedig. Im Bereich Breitwiese kam ein zweiter Flusslauf mit Uferpromenade hinzu, der auch touristische Nutzungsmöglichkeiten aufzeigte.

Ein Viertel für Kreative

Die Bäckergasse verwandelte sich zum Viertel für Kreative und Fachkräfte mit Begegnungsstätte. Breite Bürgersteige, Grünflächen und die Senkung der Parkraumdominanz in der Burhaver Straße sowie im direkten Umfeld verbessern darüber hinaus die Wahrnehmung als Eingangsportal zur Innenstadt. Neue Nutzungskonzepte für die Regenbogenschule und auch die Neugestaltung des Marktplatzes, der als Veranstaltungsstätte wieder mehr in den Mittelpunkt rückt, waren Thema der Präsentation.

Die öffentliche Vorstellung des finalen Stadtkernentwicklungskonzepts ist im April 2018 vorgesehen. Bürgermeister Thomas Eckhardt bedankte sich bei allen Mitarbeitenden und Gästen, die bisher und auch künftig am Konzept „Sontra 2030“ mitwirken. „Das Konzept bietet jede Menge Ansatzpunkte, die wir unmittelbar aufgreifen können.“, so Eckhardt.

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