Umbaumaßnahmen in der Mittelpunktgrundschule können bald beginnen

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Der Kindergarten wird durch Umbaumaßnahmen zukünftig in der Mittelpunktgrundschule Röhrda untergebracht.

Ringgau. Schule und Kindergarten in einem Gebäude, kann das funktionieren? Davon überzeugt sind Klaus Fissmann, Bürgermeister der Gemeinde Ringgau, Dieter Franz und Norbert Schmitt, Mitglieder des Landtages, Martina Beck, Schulleiterin der Mittelpunktgrundschule  Röhrda und Carina van der Willik, Leiterin des Kindergartens. Alle kamen vor kurzem zusammen, um sich über die Pläne und Fortschritte auszutauschen. Für  die  Schule  liegt  eine Vorabgenehmigung  vor,  sodass  der  Kindergarten  aus  Netra  durch Umbaumaßnahmen  in  der  Mittelpunktgrundschule  Röhrda  untergebracht  werden  kann. Die Krippenkinder zwischen einem und drei Jahren werden in Netra bleiben, während die älteren Kinder aus Netra und Datterode nach Röhrda gehen werden. Der Kindergarten Datterode wird geschlossen.

Einzigartiges Projekt

Auf die Einmaligkeit des Projektes wies Dieter Franz hin. "Die Kommune mag nicht so viel Geld haben, aber dafür eine Vielzahl innovativer Ideen”, so Franz. Den Ringgau nach außen tragen, dies ist ein Nebeneffekt, den sich auch der Bürgermeister wünscht. Nachdem bereits im Sommer 2014 erste Vorstandsbeschlüsse gemacht wurden, steht des Modellprojekt nun finanziell auf festen Füßen. Für den Innenausbau sind 750.000 Euro, für den Außenbereich und die Ausstattung 225.000 Euro vorgesehen, die auch bereits im Haushalt verabschiedet sind. Der Kreis als Bauträger bezahlt 230.000 Euro für den Ausbau der ersten Etage.Ein Neubau des Gebäudes hätte die Gemeinde drei Millionen Euro gekostet. Mittel werden unter anderem aus dem kommunalen Investitionsprogramm (KIP) zur Verfügung gestellt, 352.000 Euro sind für das Projekt vorgesehen.Eine Architektenausschreibung läuft bereits und sobald die Mittel freigegeben seien, liefe das Projekt an, so Klaus Fissmann. Obwohl eine nachhaltige Bauplanung angestrebt ist, soll das Projekt so schnell wie möglich seinen Abschluss finden.

Pädagogische Nebeneffekte

Neben dem finanziellen Aspekt bringt die Zusammenlegung auch pädagogische Vorteile. Durch die Zusammenlegung von Kindergarten und Grundschule kann die frühkindliche Bildung gemeinsam mit der schulischen Bildung verbunden werden.  Indem sich die Kinder auf Augenhöhe begegnen, wird ihnen die Angst genommen, sie gehen lockerer in den Schulalltag. "Durch die Verzahnung ist es uns möglich, die Eltern gemeinsam durch die Lebensetappen des Kindes zu beraten”, äußert sich Martina Beck. Sie sieht bereits gemeinsame Projekte, eine Turnhalle, das Außengelände und eine Lernwerkstatt seien schließlich vorhanden. Aus der Schule soll zudem ein Zentrum der Gemeinschaft werden, in dem die Kinder mit Flüchtlingskindern oder Senioren gemeinsam kochen, lesen und Veranstaltungen aufführen. Wichtig ist jedoch, dass sämtliche Änderungen erst Schritt für Schritt realisiert werden können. "Lassen Sie uns Zeit, uns zu entwickeln.”, appeliert die Schulleiterin."Ich bin überzeugt, dass das sehr gut werden kann. Angstfreies Lernen und Unbefangenheit lernen die Kleinen so sehr früh und können die Chance nutzen, stärker, kreativer und verantwortungsbewusster zu sein”, erklärt Carina van der Willik."Es ist faszinierend, wie kooperativ zusammengearbeitet wird, auch durch die Unterstützung des Evangelischen Kirchenkreises als Träger vom Kindergarten. Neben dem pädagogischem Nebengewinn, spart der Steuerzahler durch die Vermeidung eines Neubaus” , so übermittelt auch Norbert Schmitt sein Kompliment an das Projekt.

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