Der Verein Bürgerhilfe Sontraer Land e.V. für bedürftige Bürger

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Die Vorsitzende Barbara Persch und ihr Stellvertreter Fritz Kurz vom Verein Bürgerhilfe Sontraer Land e.V. stehen dem Stadtkurier Rede und Antwort.

Sontra. Seit der Gründung Ende Juli 2008 setzt sich die Bürgerhilfe Sontraer Land e.V. für bedürftige Bürger ein. Dem STADTKURIER standen die Vorsitzende des Vereins, Barbara Persch und ihr Stellvertreter, Fritz Kurz, Rede und Antwort.STADTKURIER (SSK): Warum wurde der Verein Bürgerhilfe Sontraer Land gegründet ?BÜRGERHILFE (BG): Wir haben seit Jahren beobachtet, dass die Notwendigkeit Menschen zu helfen, die am Rande der Bevölkerung stehen, immer weiter steigt. So hat sich vor fast acht Jahren ein Kreis von Menschen gefunden, der diese Unterstützung in verschiedenen Lebenslagen leisten will und es seitdem tut.

SSK: Was  genau bietet der Verein?BG: Wir haben schon von Anfang an Kleidung und Nahrung für Hilfsbedürftige angeboten, mussten aber schnell feststellen, dass wir die beiden Standbeine aufgrund der verschiedenen Anforderungen trennen müssen. Deswegen gibt es seit Ende 2008 die Stoffwechsel-Stube mit Kleidung aus zweiter Hand für einen geringen Preis und seit 2009 den Warenkorb. Hier werden Menschen mit geringer Rente, Hartz IV oder Menschen, die in Not geraten sind, mit Lebensmitteln aus Spenden oder die hinzugekauft werden, unterstützt. 2010 wurde dann der Blickpunkt gegründet, der als Treffpunkt für die verschiedensten Angebote wie eine mobile Demenzbetreuung, Hospizberatung oder Kaffeenachmittage dient. Zudem gibt es einmal wöchentlich ein Mittagsangebot. Für unsere Mitglieder gibt es auch noch das "Geben-und-Nehmen"-Angebot, eine Art Nachbarschaftshilfe für eine kleine Aufwandsentschädigung. Zudem haben wir seit 2011 auch die Stöber-Ecke im Angebot, in der Möbel und Hausrat neue Besitzer finden.

SSK: Wer leistet die Arbeit?BG: Zur Zeit gibt es im Verein 200 Mitglieder, 55 davon sind aktive Mitglieder, die in allen Bereichen verteilt sind.

SSK: Wie werden die Mitarbeiter entlohnt und wie finanziert sich der Verein?BG: Die aktiven Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich. Der größte Lohn ist die Freundlichkeit und Dankbarkeit der Spender und Empfänger. Durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und den Erlöse aus der Stöber-Ecke und Stoff-Wechsel-Stube trägt sich der Verein.

SSK: Wie geht der Verein mit der aktuellen Zuwanderungssituation um, wie hilft man?BG: Wir wollen das Leben für die Asylanten wieder erträglich machen und helfen deswegen immer da, wo wir gebraucht werden. Das Wichtigste ist hier, dass die Menschen Kleidung für unser Wetter und ein Dach über den Kopf bekommen. Dabei ist es uns aber wichtig zu sagen, dass wir überall helfen. So werden wir unsere Arbeit, die wir für andere Bedürftige leisten, auf keinen Fall in den Hintergrund stellen. Denn wir helfen immer da, wo Bedarf ist und halten alle gleich. Trotzdem sind wir in dieser Situation stark ge- und überfordert, sehen uns aber in der Verantwortung. So kann jeder, der Hilfe braucht, zu uns kommen und unsere Angebote annehmen. Dennoch ist in der aktuellen Situation die Hilfe der Allgemeinheit gefragt.Weitere Infos zur Bürgerhilfe Sontraer Land e.V. gibt es unter www.buergerhilfe-sontra.de oder direkt bei Barbara Persch oder Fritz Kurz. Hier finden sich auch die Öffnungszeiten der verschiedenen Läden der Bürgerhilfe.

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