Weitere Stolpersteine in Herleshausen verlegt

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(V.li.) Dana Levanon mit ihrem Ehemann Gil sowie Omry Wolf mit Gattin Sigal.

Im Gedenken an ehemalige Mitbürger von Herleshausen wurden in der vergangenen Woche sechs Stolpersteine verlegt.

Herleshausen - Gerade unter dem Eindruck des Anschlages von Halle sagte Helmut Schmidt vom Arbeitskreis „Stolpersteine“ sei es „wichtig, sich gegen Antisemitismus und Fremdenhasse zu wehren und ihn nie wieder zuzulassen.“ Die Stolpersteine erinnern an die vertriebenen oder ermordeten Mitglieder zweier jüdischer Familien und an Mitbürger, die wegen einer Behinderung im Rahmen des NS-Euthanasieprogramms getötet wurden. Dana Levanon und Omry Wolf, die Kinder des vor 85 Jahren in Herleshausen geborenen Martin Wolf, sind aus Anlass der Verlegung nach Deutschland gekommen. Dana Levanon erinnerte in ihrer Rede daran, dass die Familie ihres Großvaters in Herleshausen angesehen war. „Die Familie Wolf waren angesehene Bürger mit einem schönen Haus und erfolgreichem Geschäft. Das änderte sich, als sich der furchtbare Antisemitismus in Deutschland ausbreitete. Und die Mehrheit der Deutschen- wohl wissend was geschah- ihren jüdischen Freunden und Nachbarn den Rücken kehrten“, sagte Dana Levanon. Die Eltern ihres Vaters begriffen frühzeitig, dass sie in ihrer Heimat nicht mehr sicher waren und wanderten 1934 nach Israel aus. „Wir, Israelis und Deutsche, können und dürfen diese dunklen Tage nicht vergessen. Wir müssen alles dafür tun, dass sich solch schreckliche Ereignisse nicht wiederholen. Wir müssen uns einsetzen für Frieden zwischen allen Nationen und Menschen“, appellierte sie an die Anwesenden und bedankte sich bei den Organisatoren des Stolperstein-Projektes für ihr Engagement und den herzlichen Empfang.

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