A44 bei Wichmannshausen: Anstich „Dorette Tunnel" ist erfolgt

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Tunnelanstich „Dorette Tunnel" der A44 bei Wichmannshausen.
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Tunnelanstich „Dorette Tunnel" der A44 bei Wichmannshausen.
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Tunnelanstich „Dorette Tunnel" der A44 bei Wichmannshausen.

Der Tunnelanstich des Tunnels Boyneburg der A44 bei Wichmannshausen an der Kreuzung B7/B400 ist erfolgt.

Wichmannshausen - Pünktlich um 16 Uhr betätigte Tunnelpatin Dorette von Boyneburgk gemeinsam mit dem Sprengmeister den Knopf für die Sprengung.

„Wir sind guter Dinge, dass wir das Projekt im Zeit- und Kostenrahmen zu Ihrer Zufriedenheit zu Ende stellen können", sagte Erwin Scherer, Bereichsleiter der ausführenden Firma, Züblin AG. Der „Dorette Tunnel" entsteht auf einer Gesamtlänge von knapp 1,7 Kilometern. Die Kosten belaufen sich auf rund 95 Millionen Euro. 400.000 Kubikmeter Gestein werden für das Vorhaben bewegt, das entspricht der Füllung eines Fußballfeldes in Höhe von etwa 80 Metern. Zur Sicherung werden 350.000 Kubikmeter Spritzbeton eingesetzt, für die Innenkonstruktion werden 55.000 Kubikmeter Beton verarbeitet.

„Trotz unserer Bemühungen werden wir die Arbeiten nicht ganz ohne Staub und Lärm ausführen können, wir versuchen, dies weitestgehend zu verhindern", so Scherer. Der Gesamtprojektleiter der DEGES für die A44, Dr. Stefan Franz, gab nochmal einen kleinen zeitlichen Überblick über den Bau. So erfolgte der erste Spatenstich 2013 am Teilstück bei Waldkappel, das bereits für den Verkehr freigegeben ist. Vor dem Tunnelanstich bei Wichmannshausen erfolgten bereits parallel Vorarbeiten, wie die Errichtung der Talbrücke, damit der Tunnelbau nun erfolgen kann. Dabei wird man von beiden Seiten den Tunnel vorantreiben. Somit verkürze sich die Bauzeit auf etwa sechs Monate, so Franz.

Damit sind nun alle Abschnitte der A44 im Werra-Meißner-Kreis unter Bau. „Ein Bereich fehlt jedoch noch. Und zwar der zwischen Helsa und Kassel. Hier wünsche ich mir, dass die Pläne noch weiter vorangebracht werden, damit der Lückenschluss tatsächlich in die Tat umgesetzt wird", sagte Landrat Stefan Reuß. Auch der Sontraer Bürgermeister Thomas Eckhardt bezeichnete den Tunnelanstich als „emotionalen Moment, auf den wir lange gewartet haben." Er verwies nochmals auf die lange Tradition des Bergbaus in der Stadt, die von der Anwesenheit von Vertretern des Knappenvereins symbolisiert wurde. Aber auch die Hoffnungen auf positive wirtschaftliche Folgen machte er deutlich.

Anschließend feierten die anwesenden Gäste einen ökumenischen Gottesdienst, mit Vertretern der evangelischen, katholischen und bulgarisch-orthodoxen Kirche. Im Zuge dessen wurde auch die Barbara-Figur geweiht und gesegnet, die am Eingang des Tunnels ihren Platz finden wird.

„Für mich ist eine besondere Ehre, Tunnelpatin dieses Tunnels zu sein", sagte Dorette von Boyneburgk, durch deren Vorgarten ein Teilstück des Tunnels verläuft. Gemeinsam machte sie sich mit dem Sprengmeister auf den Weg, um den Eingang des Tunnels zu sprengen.

2025 soll, so der Plan, die A44 für den Verkehr freigegeben werden. Das Stück rund um Sontra soll bereits etwas früher fertiggestellt sein, es umfasst insgesamt vier Tunnel und drei Talbrücken.

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