Die Standorte sind klar - Die Umsetzung noch nicht

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Berlepsch. Fabian von Berlepsch plant fünf Windräder in der Nähe von Gut Ellerode zu bauen, aber es gilt noch einige Hürden zu meistern.

Berlepsch. Der Bau von fünf Windkraftanlage am obersten Zipfel des Werra-Meißner-Kreises rückt immer näher. Fabian von Berlepsch plant zusammen mit seinem Kooperationspartner Uwe Ortmann von Enercon, dem größten deutschen Hersteller von Windkraftanlagen, fünf Anlagen in Sichtweite von Schloss Berlepsch, bei Gut Ellerode.

Insgesamt gehe es mit dem Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) voran, der Antrag wurde im August im Regierungspräsidium (RP) bereits eingereicht (wir berichteten).

Der Weg ist das Ziel

Einziges Problem: Wie kommen die bis zu 55 Meter langen Schwerlasttransporte an ihren Bestimmungort? "Die Erreichbarkeit der Standorte mit den 49 Meter langen Flügeln der Anlagen, gestaltet sich schwierig. Daher haben wir die Wege ausgiebig geprüft und würden einen Wirtschaftsweg, der parallel zur Autobahn verläuft, bevorzugen", so Ortmann, der das Projekt planerisch begleitet. Eine extra Autobahnabfahrt, die von einer Spezialfirma gebaut und wieder zurückgebaut werden könne, sei die optimalste Lösung. "So könnten wir eine direkte Zufahrt schaffen und müssen nicht mit speziellen Fahrzeugen die Anlagen umständlich umladen", so Ortmann weiter.

Probleme mit Schwerlastverkehr

Auch die Stellungnahmen der Behörden sind noch nicht vollständig. So fehlt auch noch die der Stadt Witzenhausen. Die sollte in der Sitzung des Umwelt- und Energieausschusses der Stadt Witzenhausen beraten und beschlossen werden.

"Wir haben den Bürgern versprochen sie über den Stand öffentlich auf dem Laufenden zu halten, daran halten wir uns auch. Obwohl das bei diesem Fall eigentlich nicht vorgesehen ist, da es eine innerbehördliches Verfahren ist", so Bernd Westermann, Bauamtsleiter der Stadt Witzenhausen.

In der Stellungnahme konnte sich Witzenhausen zu Punkten äußern, die die Belange der Stadt beeinträchtigen. Dazu gehören die Standorte, ob sie im Vorranggebiet liegen und die Zuwegung, also ob dabei Eigentumsrecht verletzt wird. "Da die geplanten Windräder im Bereich der möglichen Vorrangflächen liegen, können wir den Standorten zustimmen. Nur der Weg zu den Flächen ist fraglich", so Westermann weiter. Eine stadteigene Straße ist für den Schwerlastverkehr nicht ausgelegt und würde in der Bauphase entsprechend in Mitleidenschaft gezogen.

"Unter der Maßgabe, das in einem Vertag der Status quo festgehalten und danach wieder hergestellt wird, können wir auch diesem Punkt zustimmen", ergänzte Westermann die Stellungnahme. Mehrheitlich wurde der dann im Ausschuss zugestimmt.

Keine Chance für Diskussionen

Diskussionsversuche aus den Reihen der Ausschussmitglieder und dem Publikum zu Themen wie Löschwasserversorgung, Windhöffigkeit oder Denkmalschutz des Guts Ellerode wurden im Keim erstickt."Es geht um unsere Stellungnahme", so Bürgermeisterin Angela Fischer. Alles andere kläre Obere Naturschutzbehörde, Denkmalschutz und weitere Fachbehörden.

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