Der Sucht frühzeitig den Kampf ansagen

In der dritten Klasse lernen Schueler das Stethoskop kennen und hoeren sich gegenseitig ab.
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In der dritten Klasse lernen Schueler das Stethoskop kennen und hoeren sich gegenseitig ab.

Das Grundschulprogramm "Klasse2000" hilft Kindern dabei, später "Nein" zu sagen bei Alkohol und NikotinWerra-Meißner. Gesund,

Das Grundschulprogramm "Klasse2000" hilft Kindern dabei, später "Nein" zu sagen bei Alkohol und Nikotin

Werra-Meißner. Gesund, stark und selbstbewusst, so sollen Kinder eigentlich aufwachsen. "Doch das ist leider nicht immer der Fall", so Harald Nolte von der Fachstelle für Suchtprävention, der sich daher für ein Projekt entschieden hat, das seit 2004 Schule macht im Werra-Meißner-Kreis. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn "Klasse2000" setzt genau dort an, wo sich Kinder aufhalten und Lebenskompetenzen entwickeln: In der Grundschule. "Es ist wichtig, schon frühzeitig mit der Suchtprävention zu beginnen", weiß Nolte, der mittlerweile rund 40 Klassen im Werra-Meißner-Kreis für das Projekt begeistern konnte.

Das sei bei Weitem nicht genugt, ist Harald Nolte überzeugt, der gerne noch mehr Schulen mit ins Boot kriegen würde. "Alkoholmissbrauch und Nikotinkonsum sind bei Jugendlichen ein großes Problem. Phänomene wie exzessiver Alkoholkonsum und Komatrinken sind weit verbreitet", berichtet Nolte aus Erfahrung, der daher möglichst dann ansetzen möchte, bevor Kinder und Jugendliche überhaupt zu Suchtmitteln greifen. "Für alle Schulformen und sogar bereits für Kindergärten gibt es Angebote, die sich der Prävention widmen", so Nolte, der als wichtigstes Programm für die Grundschule "Klasse2000" nochmals in den Fokus rückte. Zu Recht!

Eine Evaluation belege, laut Nolte, eindrücklich, dass dieses Programm langfristig wirkt. "Mit zirka 14 Jahren und damit im Einstiegsalter für den Konsum von Tabak und Alkohol, rauchen die ehemaligen Klasse2000-Kinder seltener und trinken weniger Alkohol", so der Chef der Fachstelle für Suchtprävention, die sich seit diesem Jahr in der Leuchtbergstraße in Eschwege befindet.

Dass es sich bei dem Programm "Klasse2000" um eine wirklich gute Sache handelt, die Früchte trägt, davon sind auch die Lions Clubs in Deutschland überzeugt, die als wichtigster Partner gelten. "Klasse2000 wird über Spenden finanziert, meist in Form von Patenschaften für einzele Klassen", so Harald Nolte, der vom Lions Club Eschwege Werratal Klaus Herwig in den neuen Räumlichkeiten begrüßten durfte, der gleichzeitig auch als Vertreter der AOK auftrat. "Gerne unterstützen wir "Klasse2000", weil wir gerne etwas dafür tun, dass sich Kinder gesund entwickeln und wir zudem genau wissen, wem unsere Spende zugute kommt", so Herwig, der auch andere dazu animieren möchte, Pate für dieses Programm zu werden. Eine Patenschaft beträgt 200 Euro pro Schuljahr und Klasse und kann sogar von der Steuer abgesetzt werden.

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