Tagesmütter helfen berufstätigen Eltern

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Werra-Meißner. Für berufstätige Eltern sind Frauen wie Monika Kirchner aus Sontra eine große Hilfe.

Werra-Meißner. Monika Kirchner hat ein Herz für Kinder. Und dieses Engagement hat die Sontranerin nun zu ihrem Beruf gemacht. Kirchner ist eine von 26 Tagesmüttern im Werra-Meißner-Kreis. "Ich wollte etwas tun, mich beruflich verändern”, erzählt Monika Kirchner, "aber aus familiären Gründen muss ich dies von zu Hause tun.” Daher entschloss sich Frau Kirchner vor fünf Jahren, eine qualifizierte Weiterbildung zur Tagesmutter zu machen. Seit 2010 übt sie ihren Beruf nun aus.

In Kirchners Haus in der Sontraer Neustadt sind heute der 2-jährige Max und der 3-jährige Marco zu Besuch. Die Eltern beider Kinder sind berufstätig und froh, dass ihre Kinder in guten Händen sind. "Leider können sich meine Eltern aus gesundheitlichen Gründen nicht um Marco kümmern”, sagte Teresa Cardillo-Berge, die Mutter von Marco. Die 33-jährige ist selbst Erzieherin und froh darüber, dass es Tagesmütter wie Monika Kirchner gibt. Auch Marcos große Schwester Sara (5) wird gelegentlich von Kirchner betreut. Die Kinder-Tagespflege hat im Werra-Meißner-Kreis schon eine lange Tradition.

Seit 1998 bietet der Kreis gemeinsam mit der evangelischen Bildungsstätte-Mehrgenerationenhaus eine qualifizierte Betreuung an. "Ich bewundere es, was die Tagesmütter leisten”, freut sich Diana Osterberg, die zusammen mit ihren Kolleginnen Christina Manegold und Peggy Großkurth die Eltern im Kreis berät. Die Altersstruktur bei den Kindern reiche, so Osterberg, von 0 bis 14 Jahren. "Bei den Älteren kommt ja auch noch die Hilfe bei den Hausaufgaben hinzu”, so die Beraterin weiter.

Monika Kirchner hat inzwischen den kleinen Max auf dem Arm. Dessen Eltern Marina Moussot und Christian Koch (beide 23) sind zur Zeit in Ausbildung bzw. im Studium. "Die Hilfe von Monika entlastet uns enorm”, betonen die Eltern. Zwischen den Eltern und der Tagesmutter hat sich im Laufe der Zeit eine Freundschaft entwickelt, wie auch mit der mutter von Marco und Sara. "Die Kinder kommen miteinander gut zurecht und auch wir Eltern haben den Draht zueinander gefunden”, freut sich Monika Kirchner.

Für die Kinder bedeutet der Besuch bei der Tagesmutter und der Umgang mit anderen einen enormen Vorteil. "Sie lernen, Vertrauen und Beziehungen aufzubauen und erwerben soziale Kompetenzen”, erläutert Diana Osterburg. Auch untereinander sind die Tagesmütter gut vernetzt. "Wenn eine von uns krank wird, springen die anderen für sie ein”, ergänzt Monika Kirchner, "die Eltern müssen also nicht befürchten, plötzlich ohne eine Betreuung für ihr Kind darzustehen.”

Der Werra-Meißner-Kreis hat zu dem Thema eine Informationsbroschüre heraus gegeben. Interessenten können sich an die Kindertagespflege des Werra-Meißner-Kreiseswenden.

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