Marketing ausbauen: Tourismus im Werra-Meißner-Kreis soll weiter gestärkt werden

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Wollen gemeinsam den Tourismus in der Region voran bringen: (v.li.) Folke Mühlhölzer (Vorsitzender der Geschäftsführung Hessen Agentur), Lothar Quanz, Herbert Lang (Hessen Agentur), Ute Schulte (Regionalmanagement Nordhessen), Edgar Linhose und Antonia Linhose(Teichhof), Dr. Rainer Wallmann (Erster Kreisbeigeordneter), Claudia Krabbes (Werratal Tourismus Marketing GmbH) und Dr. Lars Kleeberg (WfG).

Gemeinsam mit Unterstützung des Landes soll der Tourismus im Werra-Meißner-Kreis durch gezieltes Marketing weiter ausgebaut werden. Dafür trafen sich kürzlich Vertreter von Politik, Wirtschaft und Tourismus, um sich über die Möglichkeiten auszutauschen.

Grandenborn - Der Werra-Meißner-Kreis hat als Tourismusregion einiges zu bieten. Darin waren sich die Vertreter der Hessen Agentur, der Grimm Heimat Nordhessen sowie der regionalen Wirtschaft und Politik während einer Gesprächsrunde in Grandenborn einig.

„Die Region hat einen hohen Stellenwert. Sie hat mit momentan 22 Premium-Wanderwegen eines der dichtesten Wandernetze in ganz Deutschland. Auch die Aktion „Kunst an der Grenze", mit der man sich auf besondere Art und Weise mit der Geschichte der Region auseinandersetzen kann, ist ein Alleinstellungsmerkmal", sagt Landtagsabgeordneter Lothar Quanz, auf dessen Initiative die Gesprächsrunde zusammen kam. Sein Ziel: Die Region als Tourismusregion durch gezieltes Marketing nach außen tragen.

Die Zahl der Gäste insgesamt in Hessen wuchs im vergangenen Jahr um fünf Prozent. An dieser positiven Entwicklung kann auch der Werra-Meißner-Kreis teilhaben.

Selbstbewusstsein der Region stärken

„Die Region ist viel besser aufgestellt, als es das eigene Selbstverständnis zeigt. Hier gilt es, das Selbstbewusstsein zu stärken, und zu zeigen 'Wir sind stolz darauf, was wir sind'", macht Folke Mühlhölzer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hessen Agentur deutlich. Die Agentur ist eine Dienstleistungsgesellschaft des Landes und entwickelt in dessen Auftrag Marketingmaßnahmen zur Vermarktung der hessischen Reiseziele. Am Austausch teilgenommen haben auch Vertreter der Grimm Heimat Nordhessen. „Wir als regionale Dachmarke können beobachten, wie toll sich die Region entwickelt hat", sagt Ute Schulte vom Regionalmanagement Nordhessen.

Für die weitere Entwicklung und das Fortbestehen regionaler Einrichtungen und Betriebe seien jedoch auch Finanzierungsmodelle des Landes gefragt. „Hier würde ich mir mehr Förderungsquoten wünschen, die Investitionen von Betrieben ermöglichen. Dieses Anliegen trage ich auch nach Wiesbaden weiter", so Quanz.

Gastronomie als Potentialbranche

Der Förderung von Investitionen in regionalen Betrieben misst auch Dr. Lars Kleeberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner-Kreis (WfG), eine hohe Bedeutung zu. „Insbesondere die Gastronomie ist eine Branche mit viel Potenzial. Hier müssen Angebot und Qualität stimmen. Es muss für Gäste die Möglichkeiten geben, auch tagsüber, vielleicht nach einer Wanderung oder einer Kanufahrt, in einer Gaststätte einkehren zu können und eine passende Schlafmöglichkeit zu finden", so Kleeberg. Das Image der Gastronomie, insbesondere für Arbeitnehmer, müsse nach außen anders dargestellt werden. Die Arbeitszeiten in der Branche hätten sich gewandelt, positiv für die Arbeitnehmer. Hier seien jedoch die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht flexibel genug.

„Wir arbeiten bei großen Veranstaltungen in mehreren Schichten, damit wir die Arbeitszeit am Stück einhalten können. Die Wochenstunden passen, aber die Aufteilung der Stunden an einem Tag kann variieren", erklärt Edgar Linhose, Inhaber des Teichhofes in Grandenborn. Ein Problem der heutigen Zeit sei es, dass einige regionale Betriebe keinen Nachfolger finden und daher ihr Geschäft schließen, so Kleeberg. Das ist für den Teichhof nicht zu berfürchten, hier wird Antonia Linhose in der Geschäftsführung nachfolgen.

„Wir müssen die passenden Rahmenbedingungen schaffen, damit Betriebe investieren und der Tourismus angekurbelt werden kann. Die Unterstützung von Bund und Land ist Grundlage dafür, doch auch wir hier vor Ort müssen aktiv unsere Aufgaben erledigen. Standortbedingungen im Umfeld wie Breitband und Digitalisierung müssen stimmen", sagt Dr. Rainer Wallmann. Diese Standortfaktoren müsse man nun nutzen, um die Region nach außen zu vermarkten. Ein erster Schritt ist mit dem Zusammentreffen der Akteure nun getan.

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