Übers Ziel hinaus geschossen

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Redaktionsleiter Lars Winter.

Bürgerbeteiligung ist eine wunderbare Sache. Und Bürgerversammlungen ein richtig gutes Instrument, um den Willen der Bevölkerung zu erfahren und um

Bürgerbeteiligung ist eine wunderbare Sache. Und Bürgerversammlungen ein richtig gutes Instrument, um den Willen der Bevölkerung zu erfahren und umzusetzen.Eine Bürgerversammlung aber einzuberufen für die Gestaltung eines einzigen Verkehrskreisels ist dann doch des Guten zuviel.

Als die Fraktionsvorsitzenden aller Parteien (die FWG fehlte urlaubsbedingt) ihr Ergebnis verkündeten, musste selbst Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag mächtig schlucken. Denn er ist es in seiner Funktion, der die Bürgerversammlung einberufen muss. Ob in diesem Fall Aufwand und Kosten im Verhältnis zum Ertrag stehen, ist zu bezweifeln.Ist die Frage ob Blümchen, kleine Bäumchen, Gräser oder doch etwas für Eschwege Typisches in die Mitte des Kreisels am Leimentor gesetzt werden sollen, wirklich so entscheidend, dass man dafür extra eine Bürgerversammlung einberufen muss?

Hatte und hat Eschwege in der Vergangenheit und der nahen Zukunft nicht ganz andere Themen, die eine Bürgerversammlung eher gerechtfertigt hätten? Beispielsweise Stadthallenumbau, Marktplatzumgestaltung oder die geplante Umgestaltung des Schlossplatzes.

Als gewählte Vertreter der Eschweger Bürger sollte und kann man den Stadtverordneten zweifelsohne zutrauen, eine geeignete und den Bürgergeschmack treffende Gestaltung für einen Verkehrskreisel zu finden. Die Fraktionsvorsitzenden hätten es in diesem Fall nicht nötig gehabt, sich so unter den (Bürger)Scheffel zu stellen.

Hier geht's zum Artikel "Bürgerversammlung für Kreiselgestaltung"

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