Unerträgliches Elend: Ausgesetzte, totkranke Katzen entsetzen selbst Tierretter

Man kann kaum hinschauen. Immer wieder – und immer öfter – werden die Mitglieder des Tierschutzvereins Guxhagener Katzenhilfe mit schockierende

Man kann kaum hinschauen. Immer wieder – und immer öfter – werden die Mitglieder des Tierschutzvereins Guxhagener Katzenhilfe mit schockierenden Bildern konfrontiert, wenn sie verwahrloste Tiere auffinden.  Viele der Stubentiger sind  in einem erbärmlichen Zustand, totkrank oder halb verhungert.

Oft kommt Hilfe zu spät

"Wären all diese streunenden Tiere kastriert und gekennzeichnet, wäre die Suche nach dem Halter durch die Tierschutzorganisationen nicht so kostenintensiv", sagt Dieter Büchling, Vorsitzender der Guxhagener Katzenhilfe.  In den vergangenen Wochen haben die Guxhagener Tierschützer etliche Katzen aufgenommen – darunter einige Edelkatzen, die abgemagert, ausgetrocknet, verfloht und in einem katastrophalen Gesundheitszustand waren. Einige der Schützlinge, von denen einige in der Tierklinikbehandelt werden mussten, haben es nicht geschafft: Sie  mussten eingeschläfert werden.

Notwendige Pflege fehlt

Büchling bemängelt: "Die notwendige Pflege und Zuwendung wird von vielen Tierbesitzern oft nicht erbracht, da man die Bedürfnisse des tierischen Hausgenossen nicht kennt oder akzeptiert.  Oder schlicht das Geld dafür fehlt. Stellen sich Probleme ein, werden die Tiere entsorgt." Auch ein weiteres Problem erschwert die Arbeit des Vereins: Viele Leute spenden lieber etwas für Tierschutzprojekte im Ausland, statt für heimische Hilfsprojekte. Das stößt beim  Guxhagener Tierschützer auf Unverständnis. Denn gerade die geschilderten Fälle seien Paradebeispiele für aktiven Tierschutz. Da die Guxhagener Katzenhilfe im Gegensatz zu den Tierheimbetreibern keine öffentlichen Mittel erhält, ist der Verein umso mehr auf Spenden angewiesen.

Wer die Vereinsarbeit unterstützen möchte, kann dies mit einer Geldspende auf das Vereins- und Spendenkonto bei der Kreissparkasse Schwalm – Eder tun. (BLZ 52052154) Konto Nr. 42001115

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Das sagt der Gesetzgeber

Das Aussetzen eines Haustieres mit dem Ziel, sich seiner zu entledigen, ist gemäß § 3 Abs. 3 Tierschutzgesetz verboten.Das Aussetzen ist eine Ordnungswidrigkeit und wird gemäß § 18 Abs.1 Nr.4 TierSchG mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro bestraft.

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