„Verzeihen können“ - Leserbrief zum Rücktritt von Harald Ludwig

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Leserbrief "Verzeihen können" zum Rücktritt von Harald Ludwig (ehemaliger SPD-Fraktionsvorsitzender):Es tut unglaublich gut, von einem unb

Leserbrief "Verzeihen können" zum Rücktritt von Harald Ludwig (ehemaliger SPD-Fraktionsvorsitzender):

Es tut unglaublich gut, von einem unbescholtenen Sozialdemokraten eine treffende Aussage zum unglücklichen Vorgehen von Otto Baumann zu lesen. Harald Ludwig spricht darin davon, dass "Verzeihen einer der menschlichsten Gründe sei (bei aller Kritik innerhalb der SPD-Fraktion in Witzenhausen am Vorgehen Otto Baumanns bezüglich des Artikels der rechtslastigen Zeitschrift "Zuerst"). Harald Ludwig, das war einfach großartig. Solche Sozialdemokraten sind für mich vorbildhaft, das Verhalten der SPD-Fraktion in Witzenhausen ebenso!

Das, verehrter Herr Feiertag, ist eine würdige Vorgehensweise und wahrlich nachahmenswert. Da könnten sie sich eine Scheibe von abschneiden. Aber da befürchte ich, sind Sie wohl überfordert. Der einfachste Weg, im direkten Diskurs mit Otto Baumann, dessen Vorgehen auszudiskutieren, brachte Ihnen anscheinend keine Schlagzeilen, die Sie offensichtlich benötigen. Ein Gleichnis aus der Bibel spricht an einer Stelle davon "Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein".

Haben Sie noch nie einen Fehler ähnlicher Art produziert? Der Diskurs mit der "Linken" zum Beispiel läuft in unseren Landen ja auch nicht fehlerfrei. Meine Intention ist und bleibt nochmals der Hinweis, bitte diskutiert doch im direkten Gespräch solche Unstimmigkeiten, anstatt über die Medien hier einen völlig überflüssigen "Streit" innerhalb der SPD anzuzetteln. Mit Verlaub, werter Herr Feiertag, das war ein hässliches Eigentor. Die Forderung von Harald Ludwig nach ihrem Rücktritt würde ich sofort unterschreiben. Als politikwissenschaftlich gebildeter Mensch wünsche ich mir in Parteifunktionen nur Menschen mit Rückgrat und anständigem Umgang mit altgedienten Genossen.

Der direkte Diskurs ist mühselig, manchmal auch sehr ärgerlich, zeitraubend, aber immer lohnend dann, wenn man alle Parteimitglieder als fehlbare Menschen auch unter dem Teilmotto "Brüderlich" akzeptiert.Die Volkspartei SPD braucht keine Funktionäre als selbsternannte "Gutmenschen", vielmehr aufrichtige Sozialdemokraten, die zum einen solidarisch unter Genossen bleiben, zum andern aber die Sorgen der Bürger in den politischen Diskurs einbringen. Statt Selbstdarstellung ist heute die interne Diskursfähigkeit auch unter Genossen gefragt.

Jürgen Cuber, Witzenhausen

Lesen Sie auch den Artikel "Genosse gegen Genosse".

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