Viel zu bewegen

Von CHRISTIAN HORNWerra-Meiner. Kein anderes Thema bewegt den Kreis so sehr wie die A44. Befrworter und Gegner kmpften in der

Von CHRISTIAN HORN

Werra-Meiner.Kein anderes Thema bewegt den Kreis so sehr wie die A44. Befrworter und Gegner kmpften in der Vergangenheit um jeden Meter und jede Fledermaus. Um so mehr freut es vor allem die Befrworter, dass inzwischen vielerorts an der knftigen Trasse gearbeitet wird. Um Hessisch Lichtenau hat sich inzwischen schon viel getan. Fr Unmut sorgte dabei jedoch der Abtransport der Erdmassen, die bei den Bauarbeiten angefallen sind.

Dies soll sich jedoch in Zukunft ndern. Jetzt gaben die Brgermeister von Helsa, Tilo Kthe, und Hessisch Lichtenau, Jrgen Herwig, die Routenplanung fr die Erdtransporte des Teilstcks zwischen Helsa Ost und Lichtenau West bekannt, das unter anderem den lngsten Tunnelabschnitt der A44 beherbergt.

Belastung fr die Bevlkerung minimieren

In 2013 soll der erste Transport auf den geplanten Routen erfolgen, erklrte Herwig. Und weiter: Um die Schmutzbelastung durch den Lkw-Verkehr auf ein Minimum zu reduzieren werden sowohl im Baustellenbereich, als auch bei der Zeche Hirschberg, wo die Erde abgeladen wird, Lkw-Reifenwaschanlagen installiert. Diese werden einen hheren sechsstelligen Betrag kosten. Zudem werden die Erdtransporte nur tagsber und an Werktagen stattfinden, so soll eine unzumutbare Belastung der Bevlkerung vermieden werden, fgte Kthe hinzu.

So plant man fr die Lkws einen Ringverkehr, wodurch die Belastung, unter anderem fr die Brger in Helsa etwa halbiert wird. Denn durch Helsa sollen nach Angaben Kthes ausschlielich Leertransporte fahren, also Lkw, die sich auf dem Rckweg von der Zeche-Hirschberg befinden. Die Strae zwischen Friedrichsbrck und Helsa wird fr diese Zeit fr den ffentlichen Verkehr gesperrt sein. Zudem wird die Strae im Vorfeld erneuert, wofr die Gemeinde jedoch nicht aufkommen muss, so Kthe.

Die beladenen Fahrzeuge werden ber Eschenstruth und Frstenhagen an Hessisch Lichtenau vorbei ber Friedrichsbrck fahren. Bei Hessisch Lichtenau soll das dann bereits bestehende Autobahnstck genutzt werden, somit wird es keine Transporte mehr durch Lichtenau geben, so Herwig. Durch die betroffenen Orte werden dann fr rund 18 Monate laut Konzept des Amt fr Straen- und Verkehrswesen Kassel (ASV)  pro Tag etwa 110 Lkws rollen. Strker Betroffen wird Friedrichsbrck sein, hier knnten etwa 366 Fahrzeuge pro Tag auf die Bewohner zukommen. Fr Friedrichsbrck wird daher an einer Lsung gearbeitet, die die Belastung auf ein zumutbares Ma reduziert. So favorisiert man im Augenblick eine Baustrae, die Friedrichsbrck umgeht. Dafr besteht im Augenblick jedoch noch kein Baurecht. Die Kosten knnten etwa 1,4 Millionen Euro betragen, so Herwig.

Transporte ber Hirschhagen sind nicht umsetzbar

Die Alternative, die Lkw-Transporte ber Hirschhagen umzuleiten, ist laut Konzept des Amt fr Straen- und Verkehrswesen Kassel von der Realisierung her zu teuer, da neue Straen errichtet werden mssten und die Beschaffenheit der bestehenden Wege einen solchen Ausbau nicht zulsst. Zudem wre dies mit erheblichen Eingriffen in die Natur verbunden, weswegen die Obere Naturschutzbehrde (ONB) dies ablehnt. Zudem wrden die Kosten hierfr rund 5 Millionen Euro kosten. Die jetzt beschlossenen Routen sind nahezu ohne weitere Kosten verbunden, so Herwig abschlieend.

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