Viel Wind um Helsa

Helsa. In der vergangenen Woche informierte die Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) über ihr Vorhaben, Windparks in der Region zu errichten. Drei Windp

Helsa. In der vergangenen Woche informierte die Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) über ihr Vorhaben, Windparks in der Region zu errichten. Drei Windparks könnten so um Helsa mit bis zu 28 Windrädern entstehen. Noch befindet man sich in der Planung, wie es Roland Heibert von der SUN erklärte.

Ob am Ende tatsächlich 28 Räder entstehen sei noch unklar. "Es könnten auch zwei weniger sein", so Heibert. Geplant ist die Anlage Kreutzwald, nördlich von Helsa, mit sieben Rädern, die Anlage Stiftswald, westlich der Gemeinde, mit neun Windrädern.

Die größte Anlage "3 Berge", soll zwischen Helsa, Großalmerode und Hessisch Lichtenau entstehen. Hier sind die Planungen schon weit fortgeschritten und entsprechende Gutachten erstellt worden. Die Anlagen selbst sollen mindestens einen Kilometer entfernt von Häusern stehen. Aufgrund der Höhe der Windräder, 198 Meter, werden die Räder entsprechend sichtbar sein.

Für die Anlage "3 Berge" sollen demnächst genauere Windmessungen mit einem 100 Meter Messmast durchgeführt werden, um zu zeigen, ob genügend Wind weht. Davon geht die SUN aufgrund der bisherigen Gutachten aus. "mit solch einem Windmast erhält man jedoch die genauesten Messungen", so Heibert. Und weiter: "Die Region um Helsa ist eines der geeignetsten Gebiete für solche Anlagen."

Die Geräuschkulisse der Windräder soll "wie ein leises Gespräch vor ihrer Haustür sein", erklärte Heibert. Die Geräusche werden 35 bis 40 Dezibel betragen. Nachts werden an den Windrädern zudem Warnlichter für den Flugverkehr blinken. In Wickenrode könnte sich zudem ein Problem mit dem Schattenwurf der Räder ergeben, denn obwohl die Anlagen mindestens einen Kilometer entfernt stehen, wird im Westen des Ortsteils auf einige Häuser Schatten fallen, und zwar für mehr als eine halbe Stunde am Tag. Zu dieser Zeit sollen die entsprechenden Rotoren der Anlagen still stehen.

Bürgerbeteiligung

Die SUN möchte die Windparks als Bürgerwindparks betreiben. So kann jeder Interessierte sich Anteile an den Windparks sichern, wenn diese wirklich gebaut werden sollten. "Durch die Anlagen können rund 80 Prozent des Stroms für die privaten Haushalte von Helsa, Großalmerode und Hessisch Lichtenau gedeckt werden", so Heibert. Und weiter: "So können rund 300 Millionen Euro pro Jahr in der Region gehalten werden."

In Kaufungen gründete sich im vergangenem Jahr die "EnergieGenossenschaft Kaufungen eG" die sich Beteiligungen an den Windparks sichern möchte.

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