Vieles neu, vieles besser im heimischen Krankenhaus

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Witzenhausen. Medizinische Versorgung wird weiter ausgebaut – Klinikum-Altbau wird abgerissen, Mieter für altes Gericht gefunden.

Witzenhausen. Wie wichtig, gar überlebenswichtig, modernste Technik im Krankenhaus sein kann, erlebte man erst vor kurzem in Witzenhausen: Eine Stunde Stromausfall. Fatal für das Klinikum Werra-Meißner. Doch das neue Notstromaggregat überbrückte die Zeit ohne Probleme.

Überhaupt ist schon und wird noch vieles neu im Witzenhäuser Krankenhaus. "Zehn Millionen Euro investieren wir. 5,5 Millionen Euro davon trägt das Land", sagen Geschäftsführer Christoph Maier und Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Reuß bei einem exklusiven Krankenhaus-Rundgang mit lokalo24.de.

Bereits neu gestaltet ist die Geriatrie, die "Altersabteilung", in der vierten Etage. Ebenfalls komplett neu wird auch die Intensivabteilung. "Modernste Technik hält hier Einzug, ergänzt durch eine sogenannte IMC-Abteilung als Bindeglied zwischen Intensivpflege- und Normalstation, die für ein Krankenhaus ein "Muss" ist, das den Anspruch der Grund- und Regelversorgung erfüllen will. "Und das wollen und werden wir", so Maier.

Neben medizinschen neuesten Standards ist die Stromversorgung neu. Kilometer an Kabel wurden und werden verlegt. Personalumkleiden, Besprechungsraum – alles neu. Energetisch wird das Klinikum auf den neusten Stand gebracht, unter anderem werden sämtliche Fenster ausgetauscht. Die Patientenzimmer sind alle modernisiert, alle als Zweibettzimmer, alle mit eigener Nasszelle. Wichtig für Reuß: "Alles, was wir hier in Witzenhausen machen, findet im Einvernehmen mit dem Betriebsrat statt."

Abriss vom Altbau kostet eine Million Euro

Im Frühjahr nächsten Jahres sollen laut Maier die Modernisierungen im sogenannten Neubau aus den 1970er Jahren abgeschlossen sein. Ende 2015 soll dann mit dem Abriss des Altbaus begonnen werden. An dessen Stelle wird der Neubau der Patientenheimversorgung für Dialysepatienten (PHV) entstehen. Baubeginn ist im Sommer 2016. "Der teilweise Abriss des Altbaus (denkmalgeschützte Teile werden erhalten) kostet uns eine Million Euro. Durch den Verkauf eines Teiles des Grundstücks an die PHV refinanzieren wir den Abriss wieder", so Aufsichtsratschef Reuß. Eine Modernisierung wäre mindestens doppelt so teuer geworden, so Reuß. Daher habe man sich für die Aufgabe des Altbaus entschieden und verdichte im Neubau. Von einst 167 Betten bleiben nach der Modernisierung 130. "Wir hatten früher viel Leerstand, im vergangenen Jahr hatten wir dann so viele Patienten wie noch nie", sagt Mayer.

"Das Klinikum Werra-Meißner ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Wie investieren an beiden Standorten. Wir sind mittlerweile der größte Arbeitgeber im Kreis mit über 1.000 Angestellen und wir schaffen auch in Zukunft weitere Arbeitsplätze", so Reuß.

Er spricht angesichts der Umbau - und Modernisierungsarbeiten sowie der Kooperationen mit kompetenten Partnern vor Ort wie der Tagesklinik für Psychatrie und Psychologie sowie der drei hochmodernen Seniorenheime von DRK, AWO und Haus Salem und der damit verbundenen Leistungserweiterung vom "qualitativ besten

medizinischen Angebot, das es je gab. Von ambulant bis stationär, Kurzeitpflegeplätze, Ärztlicher Bereitschaftsdienst, Dialyse – der Standort Witzenhausen verfüge wieder über ein breites medizinisches Leistungsspektrum. Und auch, so Reuß, über sehr motiviertes und engagiertes Personal im Bereich der Pflege, Ärzteschaft, Technik und Service.

Neue Nutzung für altes Gericht

Und Reuß hat eine weitere gute Nachricht im Gespräch mit dem Marktspiegel parat: Das ehemalige Amtsgericht wird am 1. August neue Mieter haben. Die Ambulanz für Kinder- und Jugendpsychatrie von Vitos (eine Tochter des Landeswohlfahrtsverbandes) und der Gemeindebetreuungsdienst Witzenhausen/ Neu-Eichenberg. Beide sind weiterere Eckpfeiler der medizinischen Versorgung in der Kirschenstadt. "Eine Versorgung der kurzen Wege für die Patienten", wie Reuß stolz hinzufügt.

Lesen Sie hierzu auch den Kommentar "Privileg der kurzen Wege"

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