,Es ist vollbracht’ - Sontra, Herleshausen und Nentershausen besiegeln mit dem Kauf der Husarenkaserne das Projekt ,Interkommunales Gewerbegebiet’

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Sontra/Nentershausen/ Herleshausen. Ein großes Projekt der Interkommunalen Zusammmenarbeit (InKomZ) zwischen den Gemeinden Sontra, Nentershausen und

Sontra/Nentershausen/ Herleshausen. Ein großes Projekt der Interkommunalen Zusammmenarbeit (InKomZ) zwischen den Gemeinden Sontra, Nentershausen und Herleshausen wird verwirklicht: Das rund 25 Hektar große Gelände der ehemaligen Husarenkaserne am Stadtrand von Sontra soll gemeinsam mit den drei Gemeinden zu einem interkommunalen Gewerbegebiet entwickelt werden.

Dies besiegelten nun die Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer  (Sontra), Helmut Schmidt (Herleshausen und Ralf Hilmes (Nentershausen) im Nentershäuser Rathaus. Mit dabei waren Stefan Reuß (Landrat Werra-Meißner), Siegfried Rauer (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner), Erhardt Berleth (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hersfeld-Rotenburg) und Sigrid Ermisch-Knabe (Geschäftsführerin Zweckverband InKomZ).

Bereits seit Donnerstag ist die Stadt Sontra offizielle Eigentümerin des Kasernengeländes. Doch Sontra ist nur vertraglich in Vorleistung getreten: Mit im Boot sind die Kommunen Herleshausen und Nentershausen, die durch entsprechende finanzielle Beteiligung das Projekt gemeinsam mit den beiden Landkreisen Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg realisieren.Neben dem Kaufpreis muss eine Investition von 1,1 Millionen Euro für die Erschließung und Ausstattung des Areals mit Wasser, Gasleitungen und Telekommunikation getätigt werden. Für das gesamte Projekt fließen Bundes- und Landesfördergelder mit ein.

Alle drei Gemeinden rechnen damit,  innerhalb von zehn Jahren wieder eine ,schwarze Null’ zu schreiben.Amortisieren soll sich die Investition durch Weiterverkäufe der Flächen und den entsprechenden Gewerbeeinnahmen. Auf einem Teilbereich von vier Hektar will ein Kaufinteressent Fotovoltaik-Anlagen aufstellen. Auch für Teile der restlichen 20 Hektar gibt es bereits konkrete Kaufinteressenten aus der Region. "Ein solches Gebiet mit Bebauung und Infrastruktur ist besonders für heimische Betriebe interessant, die nicht extra groß bauen möchten", so Bürgermeister Schäfer. Seit Ende März gäbe es bereits einen ,Zwischennutzer’. Für diesen, einem Autologistiker, sei der Bauhof bereits tätig gewesen und habe das Gelände in vorbildlicher Weise vorbereitet.

Ralf Hilmes, Bürgermeister der Gemeinde Nentershausen und Vorstand des Zweckverband InKomZ, lobte die Entscheidungsfreude seines Sontraer Amtskollegen, die Angelegenheit in kommunale Hände zu legen. Diese Sichtweise unterstützte auch Landrat Reuß: "Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat große Schwierigkeiten, die Areale bundesweit zu vermarkten. Unsere Kommunen vor Ort wissen besser, was der Region gut tut."

Der Zweckverband InKomZ  hat sich zum Ziel gesetzt, die Wirtschaft zu stärken und Synergien zu nutzen. Ralf Hilmes wertete die bisherige Zusammenarbeit aller drei Gemeinden im Rahmen des Stadtumbaus und gemeinsame Bauhof- und Verwaltungsaufgaben als fruchtbar. Deshalb blicke er optimistisch in die Zukunft.

Auch die Gemeinde Herleshausen sehe dem Projekt – mit Blick auf die A44 – positiv entgegen, ergänzte Bürgermeister Helmut Schmidt. Hierdurch würden die beiden benachbarten Landkreise noch näher zusammen rücken, was durch die Anwesenheit der Vertreter der beiden Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Sigfried Rauer (Werra-Meißner) und Erhard Berleth (Hersfeld-Rotenburg) unterstrichen wurde. Diese standen den Gemeinden bei den Kaufvorbereitungen mit Rat und Tat beiseite. Der Amtskollege von Landrat Stefan Reuß,   Dr. Karl Ernst Schmidt aus Hersfeld-Rotenburg konnte aus terminlichen Gründen bei diesem ,Meeting’ nicht anwesend sein.

Der erste Schritt nach der Altlastenuntersuchung sei nun die Erschließung des Geländes mit der nötigen Infrastruktur, erläuterte Sigrid Ermisch-Knabe das weitere Vorgehen. Der Bebauungsplan sei nach ihrer Einschätzung  im Herbst fertig, so dass die weiteren Verkäufe ab Anfang 2012 getätigt werden können.

Und falls die Nachfrage groß sei und die Fläche nicht reichen sollte: Es stehe  noch ein benachbartes Gebiet mit rund 80 Hektar zur Verfügung...

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