Volles Korn macht Bauern froh

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Werra-Meißner. Trotz Verzögerungen rechnen die heimischen Bauern mit einer guten Ernte.

Werra-Meißner. Die Erntesaison im Werra-Meißner Kreis läuft trotz des schlechten Wetters auf Hochtouren. "Rund 50 Prozent des Weizens sind bereits abgeerntet”, sagte der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes, Horst Kupski, anlässlich des diesjährigen Erntegespräches, das auf dem Hof der Familie  Theune in Witzenhausen-Ellingerode stattfand.

"Die Gefahr des Auswuchses, also des Keimens der Körner auf den noch stehenden Ähren, wächst jedoch von Tag zu Tag”, ergänzte Kupski. Dass immer noch Getreide auf dem Feld steht, liegt vor allem an der feucht-kühlen Witterung in den letzten zwei Wochen. "Ende Juli dachten wir noch, dass wir die gesamte Ernte rasch reinbekommen”, so Uwe Roth, der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes.

Zu dem Erntegespräch waren auch Friedhelm Schneider, der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, und Gerhard Müller-Lang vom Fachbereich Landwirtschaft des Werra-Meißner-Kreises gekommen. Schneider stellte die Gesamterntebilanz für Hessen vor und beglückwünschte die heimischen Landwirte, dass sie trotz aller Widrigkeiten bisher eine insgesamt gute Ernte  eingefahren haben.

"Die Ernte im Werra-Meißner-Kreis ist sehr zufriedenstellend”, erläuterte so Horst Kupski "besonders beim Raps haben wir einen sehr hohen Ölgehalt. Momentan steht nur noch der Weizen und ein Teil Triticale, ein Weizen-Roggen-Hybrid, auf den Äckern.”Die insgesamt feuchte, wenn auch warme Witterung dieses Sommers hat sich auf andere Feldfrüchte und besonders auf den Grünschnitt äußerst positiv ausgewirkt. "Teilweise haben wir schon zum dritten Mal in dieser Saison gemäht”, freut sich Friedhelm Schneider.

Dabei sei der Werra-Meißner-Kreis von den schweren Unwettern weitestgehend verschont. "In anderen Regionen Hessens haben wir beispielsweise durch Hagelschlag an manchen Stellen bis zu 70 Prozent der Rapsernte verloren”.Schwierigkeiten bereitet den Bauern im Kreis momentan vor allem die Engpässe bei den Mähdreschern. "Sobald das Wetter ein paar Tage beständig bleibt, wollen natürlich alle aufs Feld”, so Gastgeber Frank Theune, der auch stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbandes und dort speziell für den Bereich Pferdezucht zuständig ist.Die Famile Theune, die auf ihrem Hofgut in Ellingerode neben dem Getreideanbau auch eine Pferdepension betreiben, hat bisher gut die Hälfte des Weizens geerntet. "Die Feuchtigkeit des Korns liegt ungefähr bei 17 Prozent. Bis zur Einlagerung müssen wir es in der Trocknungsanlage noch auf unter 15 Prozent bringen” sagte Karl-Friedrich Thieme, der Juniorchef des Hofgutes.

Die Bauern des Werra-Meißner-Kreises hoffen, in den nächsten Tagen den Rest der Weizenernte einfahren zu können. "Notfalls werden einige Landwirte die Früchte auch mit einer Feuchte von 21 Prozent vom Feld holen” ergänzte Horst Kupski.

Im Gegensatz zu anderen Regionen ist die Landwirtschaft im Werra-Meißner-Kreis recht vielfältig. "Wir Bauern sorgen für die abwechslungsreiche Landschaft unserer Region”, so Kupski weiter. Ein Grund, warum viele Touristen den Werra-Meißner-Kreis als ihren Urlaubsort auswählen.

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