,Von der Jugend für die Jugend' - Einweihung des Enno-Narten-Baus auf Burg Ludwigstein

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Burg Ludwigstein. "Enno hat sich verdoppelt und das im Alter von 123 Jahren", so der Enkel des Namensgebers des Prachtbaus auf der Burg Ludw

Burg Ludwigstein. "Enno hat sich verdoppelt und das im Alter von 123 Jahren", so der Enkel des Namensgebers des Prachtbaus auf der Burg Ludwigstein, Michael Narten, der bei der offiziellen Einweihung des Enno-Narten-Baus gestern Abend nicht fehlen durfte. "Er wäre wahnsinnig stolz, dass dieses Werk auf so eine idealistische Weise gebaut werden konnte", so Narten weiter.

Doch bis es zu diesem ereignisreichen Tag kommen konnte, brauchte es fast drei Jahre. "Wir haben vor zwei Jahren und acht Monaten genau hier gestanden und den Grundstein für den Enno gelegt", erinnerte sich Eva Eisenträger, die Vorstandsvorsitzende der Bauherrin-Stiftung Jugendburg Ludwigstein zurück. "Unsere Träume waren damals sehr groß und nun sind sie endlich Wirklichkeit geworden", so Eisenträger, die zum Festakt zur Einweihung des Werk- und Seminarhauses zahlreiche Gäste begrüßen konnte. Darunter unter anderem auch Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, den Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich, den Landtagsabgeordneten Dirk Landau, Schirmherr Stefan Reuß, Förderer, Unterstützer und Freunde der Burg.

"Wenn viele Hände gemeimsam etwas anpacken, dann kann etwas wirklich Gutes daraus werden", bemerkte Reuß anerkennend. Denn in den Bau des "Enno" wurden gemeinschaftlich über 40.000 Arbeitsstunden von ingesamt über 100 ehrenamtlichen Bauhelfern geleistet. Diese verarbeiteten in fast drei Jahren 18 Tonnen Stahl, 230 m³ Beton, 290 m³ Strohballen dienten als Dämmung, 23650 Schrauben wurden im Holz versenkt, 74,21 m³ Lehm fanden an den Wänden Platz sowie 29 große und 20 kleine Fesnter und Türen wurden verbaut.

Jetzt, nachdem der Enno-Narten-Bau seiner Bestimmung übergeben wurde, soll der nächste Schritt folgen. "Wir wollen das Haus mit Leben füllen", so Selmar Sechtling, Burgwart der Jugendburg Ludwigstein, der nach dem offiziellen Teil zu einem Rundgang durch das besondere Gemäuer aus Stroh, Lehm und Holz einlud.

Wer war Enno Narten?

Enno Narten zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten des frühen Wandervogels und war maßgeblich beteiligt am Erwerb und Aufbau der Jugendburg Ludwigstein. Mit der heutigen Burg kam er im Jahre 1908 auf einer Studienexkursion in Kontakt. In der Weihnachtsnacht 1914 fasste Narten zusammen mit anderen "Feldwandervögeln" den Entschluss, die Burg Ludwigstein zu erwerben und zu einem lebendigen Ehrenmal für die gefallenen Wandervögel auszubauen. Am 4. April 1920 gründete er die "Vereinigung zum Erwerb und Erhalt der Burg Ludwigstein", deren Vorsitz er auch übernahm. Anlässlich des 37. Todestages von Enno Narten wurde am 10. Januar 2010 der Grundstein für den Enno-Narten-Bau – der größte Strohballenbau in Deutschland – gelegt. (Quelle: Wikipedia)

Witzenhausen.Das Deutschlandweit einzigartige Bauwerk, der Enno-Narten-Bau auf Burg Ludwigstein, weihten gestern Abend, unter Anwesenheit zahlreicher hochrangiger Gäste wie Regierungspräsident Walter Lübcke, MdB Helmut Heiderich, MdL Dirk Landau und Sigrid Erfurth, Bürgermeisterin Angela Fischer, Stadtrat Viktor Speiser aus Bad Sooden-Allendorf und den vielen vielen fleißigen Helfern wie Bauleiter Gunthard Stübiger, Eva Eisenträger (Vorstandsvorsitzende und Bauherrin) und Selmar Sechtling (Burgwart) den "Enno" ein.

Landrat Stefan Reuß (Schirmherr) sagte: "Dieses Bauwerk ist beispielhaft dafür, dass wenn viele Hände etwas anfassen auch etwas Gutes daraus wird." Morgen ist das in 40.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden errichtete Haus für die Öffentlichkeit von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen.

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