„Er wäre gestorben!“

Der Messerstecher von Sontra wurde verurteiltEschwege/Sontra. Wenn innerhalb von 10 bis 15 Minuten keiner zur Hilfe gekommen wre, w

Der Messerstecher von Sontra wurde verurteilt

Eschwege/Sontra. Wenn innerhalb von 10 bis 15 Minuten keiner zur Hilfe gekommen wre, wre er gestorben, stellte die Staatsanwltin im Verfahren gegen einen 55-jhrigen Frhrentner aus Sontra fest, der sein Opfer mit einem zwlf Zentimeter langen Dolch attaktierte und lebensgefhrlich verletzte.

Der Grund: Eine leere Bierflasche, die das Opfer auf einer Parkbank an den Breitwiesen in Sontra stehen lie. Ich weise die Leute immer zurecht, dass sie doch bitte ihre leeren Flaschen mitnehmen oder zumindest wegschmeien sollen, so der selbsternannte Ordungshter. Denn sein Hund sei durch Glasscherben schon mehrfach verletzt worden, so dass er zum Tierarzt musste.

"Ich schmei dich ins Wasser"

Nachdem sich der Geschdigte das Opfer allerdings weigerte, die Flasche zu entsorgen, eskalierte die Situation. Aus einer freundlichen Bitte, wurde nun eine konkrete Aufforderung. Der 55-Jhrige zog sein Opfer am rmel: Du holst sie hier weg oder ich schmei dich ins Wasser, sagte er, und dann geriet die Situation aus dem Ruder.

Ein Zeuge, der den Tathergang nach ersten Aussagen gegenber der Polizei genau beobachtet hatte, schilderte: Dann kam es pltzlich zu einem Gerangel. Sie haben sich gegenseitig geschubst und verbal attakiert. Das Opfer habe sich wehement geweigert, seinen Mll zu entfernen, der Angeklagte jedoch habe darauf bestanden.

Nachdem das Opfer dem 55-Jhrigen entgegnete, dass er ihn jetzt ins Wasser schmeien wrde, sah der Angeklagte rot und zog sein Messer, das er mit einem Band um seinen Hals trug, stach zu und traf sein Opfer an der Innenseite des Oberarms. Er hat auf mein Herz gezielt, behauptete das Opfer whrend der Verhandlung. Aber dadurch, dass ich mich weggedreht habe, hat er zum Glck nur in die Achselhhle getroffen.

Er leistete keinen Widerstand

Als die Polizei an den Breitwiesen ankam, leistete der Angeklagte keinen Widerstand, gestand seine Tat noch an Ort und Stelle und folgte aufs Revier. Ich war ungefhr auf 90. Ich habe schon lange auf so eine Situation gewartet, gab er gegenber den Beamten an. Die Situation: Endich einen Schuldigen zu finden, der wahrlos Bierflaschen stehen lsst und letztendlich fr die Scherben sorgt, die seinem Hund schmerzen zufgen. Ich sprte einen richtigen Hass. Ihn soll der Zorn der Gtter treffen, wurde von der Polizeidienststelle ins Protokoll genommen, das die Staatsanwlting whrend der Verhandlung teilweise verlas. Aber ich wollte niemanden verletzen, so der Angeklagte.

Doch das hat er. Zum Leidwesen seinen Opfers, dessen Arm nahezu bewegungsunfhig ist. Ich kann nichts mehr alleine. Keine Schuhe binden, schreiben, Ngel schneiden, so das Opfer, das selbst seinem Hobby dem Kegelverein nun nicht mehr nachgehen kann.Dass diese Tat kein Kavaliersdelikt war, darber waren sich alle einig im Sitzungssaal 1 des Eschweger Amtsgerichtes. Mit dem Urteil von zwei Jahre auf Bewhrung bleiben sowohl Staatsanwaltschaft als auch Richter Becker unter dem geforderten Strafma des Nebenklgers, der auf zwei Jahre und sechs Monate pldierte.

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