Weichen für Windpark gestellt

Die rot gestreifte Flaeche umfasst das Gebiet "Kreuzstein" im Kaufunger Wald, wo SUN und Kreis einen Windpark realisieren wollen. Foto: Privat
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Die rot gestreifte Flaeche umfasst das Gebiet "Kreuzstein" im Kaufunger Wald, wo SUN und Kreis einen Windpark realisieren wollen. Foto: Privat

Kaufunger Wald: Kreis und SUN erhalten Zuschlag – Kommunen und Bürger sollen sich beteiligen könnenWerra-Meißner. Bisher stehen im ganzen Kreis f

Kaufunger Wald: Kreis und SUN erhalten Zuschlag – Kommunen und Bürger sollen sich beteiligen können

Werra-Meißner. Bisher stehen im ganzen Kreis fünf Windräder (drei bei Sontra, zwei bei Friedrichsbrück). Soll die Energiewende gelingen sind laut Vize-Landrat Rainer Wallmann vorerst weitere 23 Windkraftanlagen notwendig. Die erneuerbare Energie für die Elektromobilität mit eingerechnet, brauche der Kreis dann nochmals 25 Windräder. Insgesamt also rund 50 solcher 140 Meter hohen Anlagen, die durch ihre Rotorenblätter einen Gesamthöhe von 200 Metern erreichen.

Ein weiterer Schritt auf dem langen Weg ist dem Kreis jetzt gemeinsam mit der Stadtwerke Union Nordhessen (SUN), zu der auch die Stadtwerke Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Witzenhausen gehören, gelungen. Sie erhielten den Zuschlag von Hessen-Forst als Besitzer, für dieWindvorrangfläche "Kreuzstein" im Kaufunger Wald, der 17. Kommune des Werra-Meißner-Kreises. Eine zweite Bewerbung für eine weitere Pachtfläche scheiterte. Das Gebiet "Hausfirste" ging an die HSE, ein kommunaler Energieversorger aus Südhessen.

"Wir werden nun gemeinsam mit der SUN die weiteren Schritte hin zu einem kommunalen Windpark mit Beteiligungsmöglichkeiten für alle Städte und Gemeinden sowie die Bürger des Kreises angehen", so Wallmann. Die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft soll erfolgen, wenn die Baugenehmigung vorliegt. Das könnte, so Wallmann, in eineinhalb Jahren der Fall sein - vorausgesetzt, die Projektentwicklung verlaufe reibungslos.

Wallmann betonte die Vorzüge der Fläche im Kaufunger Wald. Erstens gebe es dort genug Wind, zweitens seien Menschen nicht betroffen, drittens müsse kaum Wald gerodet werden, da es sich bei dem Gebiet um eine sogenannte "Kyrill-Fläche" handele (der Orkan wütete im Januar 2007 auch über Nordhessen und vernichtete unter anderem viele Baumbestände). "Allerdings gibt es Probleme mit dem Schwarzstorch, der dort beheimatet ist. Wir haben aber bereits ein Konzept erarbeitet, das Ausgleichsflächen für den Storch vorsieht", so der Umweltdezernent.

Wichtig sei für ihn und Siegfried Rauer von der Wirtschaftsförderung des Kreises, dass Wertschöpfung und notwendige Investitionen in der Region bleiben. "Heimische Unternehmen sollen in die Umsetzung des Windparks genauso eingebunden werden wie Kommunen und Bürger, die sich beteiligen können", so Rauer.

Wallmann machte noch einmal die Wichtigkeit solcher Windkraftanlagen deutlich, ohne die die Energiewende im Kreis nicht zu schaffen sei. "Das Zauberwort heißt Energiemix, nur mit Wind oder Sonne erreichen wir unser Ziel nicht, die Energieversorgung bis 2050 ausschließlich aus erneuerbaren Energien zu realisieren."

Momentan werde für 200 Millionen Euro pro Jahr Energie, hauptsächlich Strom, eingekauft. "Das wollen wir ändern", sagt Wallmann. Die Umsetzung des Windparks im Kaufunger Wald sei hierfür ein weiteres, wichtiges Projekt.

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