Von 0 auf 100 in wenigen Sekunden

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Werra-Meißner. Die Feuerwehrleute im Kreis fahren jährlich zu 1.200 Einsätzen – ehrenamtlich rund um die Uhr.

Werra-Meißner. Zwar gibt es den Werra-Meißner-Kreis nunmehr seit 40 Jahren, die Kreisfeuerwehr gibt es allerdings schon länger. Die älteste Feuerwehr – die Freiwillige Feuerwehr Eschwege – feierte im Jahr 2011 bereits ihr 150-jähriges Bestehen. "Früher hatten wir sogar noch mehr Leute als wir tatsächlich brauchten", erinnert sich der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Walter Schäfer, zurück. Einer für alle, alle für einen – das war nicht nur für den damals 19-Jährigen die Devise. "Das ist heute leider nicht mehr so", sagt Schäfter, der in dem fehlenden Nachwuchs große Probleme sieht. "Man bräuchte 40 Leute, um 24 Stunden rund um die Uhr bereit zu sein", weiß der Feuerwehrmann, der das Adrenalin liebt – von 0 auf 100 innerhalb von wenigen Minuten, um dann in zehn Minuten am Einsatzort zu sein. "Wenn ich zur Feuerwehr geht, dann verpflichte ich mich und wenn die Sirene losgeht, dann muss ich auch dort sein", macht Schäfer auf die Verantwortung gegenüber den Mitbürgern aufmerksam.Eine Verantwortung, die rein ehrenamtlich getragen wird. Selbst die Kreisstadt Eschwege hat keine Berufsfeuerwehr. Das heißt: Alle 2.900 aktive Feuerwehreinsatzkräfte im Werra-Meißner-Kreis sind ehrenamtlich tätig. Die Stadt oder Gemeinde haben die Aufstellung, Ausrüstung und Personalgewinnung zur Aufgabe – verantwortlich ist der Bürgermeister und der Magistrat bzw. der Gemeindevorstand.Die Leitung beim Einsatz übernimmt der Wehrführer (Ortswehr). Leiter der Wehren der Städte und Gemeinden ist der Stadt- bzw. Gemeindebrandinspektor, die jeweils einen Stellvertreter haben.Die einzigen hauptamtlichen Stellen – Gerätewarte – im Kreis gibt es in Eschwege (2) und in Hessisch Lichtenau (1).Auf Kreisebene sind insgesamt drei hauptamtliche Kräfte im Brandschutzaufsichtsdienst beschäftigt – ein Kreisbrandinspektor und zwei Sachbearbeiter (gleichzeitig auch seine Stellverteter) – übernehmen die Aufsicht über die Feuerwehren im Kreis.Die Leitstelle in Eschwege ist hauptamtlich rund um die Uhr besetzt, um die Hilfeanfragen aus der Bevölkerung anzunehmen. Zusätzlich werden allen Straßentunnel in Hessen von hier aus überwacht.Insgesamt kommt es jährlich zu 1.200 Einsätzen. "Alle Einsätze werden ehrenamtlich geleistet. Eine Aufwandsentschädigung gibt es nicht", macht Schäfer deutlich. Dennoch ist Walter Schäfer mit Leib und Seele Feuerwehrmann und das seit seinem 19. Lebensjahr.

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