SPD will Hundehalter an die Leine legen

Werra-Meißner. Die SPD-Landtagsfraktion hat anlässlich der mündlichen Anhörung zu dem von ihr eingebrachten Entwurf eines neuen Hundegesetzes ihre

Werra-Meißner. Die SPD-Landtagsfraktion hat anlässlich der mündlichen Anhörung zu dem von ihr eingebrachten Entwurf eines neuen Hundegesetzes ihre Forderung nach einer allgemeinen Pflicht zum kundigen Führen eines Hundes von Anfang an, gültig für alle Rassen, bekräftigt.

Die Sozialdemokraten verweisen darauf, dass das Hessische Innenministerium jedes Jahr rund 600 Beißvorfälle ungelisteter Hunde zählt. "Und das sind nur die gemeldeten Vorfälle. Die Dunkelziffer liegt um ein Vielfaches höher", betont Dieter Franz, heimischer SPD-Landtagsabgeordneter. Erst, wenn es zu einem ersten Biss gekommen sei, würden bisher Halter zu einem Test der Führfähigkeit eingeladen und auf ihre Führungspflichten hingewiesen. "Das ist unserer Meinung nach zu spät. Die Politik muss an dieser Stelle ihre ordnerische Verantwortung wahrnehmen", so der SPD-Mann.

Daher schlage die SPD vor, dass es nicht um die Nachprüfung jahrelanger unauffälliger Hundehalter gehen solle, sondern in aller erster Linie um das Ziel, noch unkundigen Hundeinteressenten vor Augen zu führen, dass die Öffentlichkeit ein Recht habe, von jedem Halter Führungskompetenz zu erwarten.

Der Landestierschutzverband Hessen des Deutschen Tierschutzbundes war an der Ausarbeitung des Gesetzentwurfs entscheidend beteiligt. "Bereits seit Jahren fordern wir eine nachprüfbare Sachkunde für Hundehalter aller Rassen statt Rasselisten", betont Hans-Jürgen Kost-Stenger, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes Hessen. Die Beißvorfälle mit Nicht-Listenhunden seien seit Einführung der Hessischen Verordnung kontinuierlich und rapide gestiegen, nun werde es Zeit für ein neues Hundegesetz, welches für Sicherheit sorgt.

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