Willkommen im Müllsackzimmer

Von INES VOLLMERHessisch Lichtenau. Man ffnet die Tr und der Gestank drngt sich sofort in die Nase. Die Schuhsohlen kleben bei

Von INES VOLLMER

Hessisch Lichtenau. Man ffnet die Tr und der Gestank drngt sich sofort in die Nase. Die Schuhsohlen kleben beim berqueren des Fubodens fest. Schmutz und Mll wohin das Auge auch fllt. Inhaber und Vermeiter Dieter Deeg kann es nicht fassen, als er die Wohnung das erste Mal nach dem Auszug der ehemaligen Mieterin sieht. Fr mich ist so etwas unbegereiflich. Sich so einer Sache zu entziehen und es dem Nchsten zu bertragen. Das ist fr mich das Letzte, beschreibt Deeg die Situation.

Angefangen hat alles, als bereits die dritte Mietzahlung fllig wurde und nicht beglichen wurde. Deeg beschloss sich von der Mieterin, die seit dem 1. Juni 2007 in der Wohnung in Hessisch Lichtenau lebte, zu trennen. Doch deren Ex-Ehemann kam ihm zuvor, da dieser auch nicht fr die ausstehenden Mieten gerade stehen wollte, so Dieter Deeg. Zum angesetzten Auszugstermin war die damalige Mieterin allerdings nicht bereit die Wohnung zu rumen, da sie von der Kndigung nichts gewusst habe. Ein nchster Termin wurde fest gesetzt und die Frau verlie mit ihren Kinder die Wohnung, allerdings ohne den Schlssel abzugeben.

Daraufhin schrieb Vermieter Deeg einen Brief an die Familienmutter in dem er sie zu einer ordnugsgemen bergabe aufforderte und auf den Mll und Gestank, der schon aus dem Treppenhaus wahrzunehmen war, hinweist. Doch nichts passierte. Auch der Versuch des Vermieters den Schlssel persnlich abzuholen scheiterte. Dieter Deeg engagierte einen Schreiner, der die Schlsser der Wohnung austauschen sollte. Spontan kam den zwei Mnnern die Idee, dass der Handwerker den Schlssel abholen knnte. Und es funktionierte. Doch dann der Schrecken als sie das erste Mal die Tr ffneten. Durch den Dreck und Mll vermehrten sich bereits die Fliegen in Windeseile und schwirrten beim Durchqueren der vier Zimmer immer wieder herum. Aus dem unausgerumte und abgestellte Khlschrank liefen Rinnsale ber den Boden. Gestank strmte aus allen Ecken. Und dann die berraschung. Dieter Deeg ffnete die Tr eines vermutlich ehemaligen Kinderzimmers. Sagenhafte 42 gefllte Mllscke fllten den Raum!

Der zweite Brief von dem Lichtenauer folgte: Sie erwhnten, dass ich die Wohnung entrmpeln sollte und Sie mir dann die Kosten erstatten wrden. Sie sind so arm wie eine Kirchenmaus und spucken noch immer so groe Tne. Sie sollten lieber selbst anpacken und aufrumen. Auerdem gab Deeg der ehemahligen Mieterin eine Frist von acht Tagen um aufzurumen. Die Frist verstrich ohne das etwas passierte. Jetzt sitzt Dieter Deeg auf einem groen Haufen Mll und muss sehen wie er die Wohnung rumt und neu renoviert.

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