„Wir achten noch mehr aufeinander": Team des AWO-Seniorenzentrums Sontra hält zusammen

Gemeinsam stark in der Corona-Krise: Solveig Oleskiewicz (links) und Anja Zülch arbeiten im AWO-Seniorenzentrum Sontra.
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Gemeinsam stark in der Corona-Krise: Solveig Oleskiewicz (links) und Anja Zülch arbeiten im AWO-Seniorenzentrum Sontra.

Das Team des AWO-Seniorenzentrums Sontra sei in der Corona-Krise noch stärker zusammengewachsen, da sind sich die beiden Frauen einig: „Wir haben noch stärker Hand in Hand gearbeitet und mehr aufeinander geachtet."

Sontra. In der Corona-Zeit waren die Mitarbeiterinnen des AWO-Seniorenzentrums Sontra weit mehr als Altenpflegerinnen, Alltagsbegleiterinnen oder Betreuungskräfte: Sie waren wichtige Gesprächspartner, Vertraute, Trostspender und ein wenig auch Ersatz für die schmerzlich vermissten Angehörigen. „Unser gemeinsames Ziel war es, den Bewohnern in dieser schwierigen Situation beizustehen und ihnen ein Lächeln zu schenken. Sie sollten spüren, dass wir für sie da sind", sagt Alltagsbegleiterin Solveig Oleskiewicz.

Sehen, was den Bewohnern gut tut 

Ja, der Alltag in den Senioreneinrichtungen der AWO war ein anderer in den vergangenen Monaten. Gerade in den ersten Wochen der Pandemie galten besonders strenge Hygieneregeln. Besuch durften die Bewohner nicht bekommen, und auch gemeinsame Aktivitäten gab es nicht. Die Tage verbrachten die Senioren meist auf ihren Zimmern. Pflege- und Betreuungspersonal fingen sie in dieser Situation auf: „Wir haben viel mit ihnen geredet und geschaut, was jedem Einzelnen gut tut", erzählt Betreuungskraft Anja Zülch. Statt Gedächtnistraining gab es begleitete Spaziergänge durch den Garten, statt Gymnastik lange Gespräche.

Mit kleinen Gesten Freude schenken 

In der Hausgemeinschaft, in der Solveig Oleskiewicz als Alltagsbegleiterin tätig ist, war es in den vergangenen Wochen sehr ruhig. Normalerweise ist die große Wohnküche der Mittelpunkt der Gemeinschaft. Hier wird zusammen gekocht und gegessen, auch die Betreuung findet hier statt. In der Corona-Zeit wurden Gruppenaktivitäten hingegen weitgehend eingestellt, um das Infektionsrisiko zu minimieren. „Mir war es wichtig, den Bewohnern in dieser Situation ein wenig Freude zu schenken", sagt Solveig Oleskiewicz. Sie habe zum Beispiel das Essen, das die Senioren in ihren Zimmern einnahmen, besonders liebevoll dekoriert. Zudem hätten einzelne Mitarbeiter bei geöffneten Türen Lieder für die Senioren gesungen und ihnen Geschichten vorgelesen.

Eine Zeit des Zusammenhalts und der schönen Erlebnisse

Das Team des AWO-Seniorenzentrums Sontra sei in der Corona-Krise noch stärker zusammengewachsen, da sind sich die beiden Frauen einig: „Wir haben noch stärker Hand in Hand gearbeitet und mehr aufeinander geachtet." Die vergangenen Monate seien herausfordernd gewesen, aber auch voller schöner Erlebnisse. An die große Hilfsbereitschaft der Menschen aus Sontra erinnert sich Anja Zülch zum Beispiel gern: „Wir haben viele selbst genähte, farbenfrohe Mund-Nasen-Masken geschenkt bekommen." Als besonders emotional empfand Solveig Oleskiewisz den Besuch von zwei Musikern, die an verschiedenen Stellen im Garten spielten. „Die Bewohner haben an den offenen Fenstern zugehört. Das war sehr bewegend."

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