„Wir gegen Corona": Politische Jugendorganisationen im Werra-Meißner-Kreis richten Telefonhotline ein

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Die Hotline für Erkrankte und in Quarantäne befindliche Personen steht für Einkäufe und Besorgungen ab sofort zur Verfügung.

Am vergangenen Wochenende haben die politischen Jugendorganisationen des Werra-Meißner-Kreises eine gemeinsame Hilfsaktion im Kampf gegen das Corona-Virus ins Leben gerufen. Zusammen wollen die Jugendlichen Erkrankten und auch in Quarantäne befindlichen Personen helfen, indem Sie Einkäufe und Besorgungen erledigen.

Werra-Meißner - Die Idee, Einkäufe und Erledigungen für Betroffene wahrzunehmen, hatten sowohl die JUSOS (Junge Sozialisten) als auch die JU (Junge Union) unabhängig voneinander. Allerdings hatten der Eschweger Bürgermeister Alexander Heppe sowie die Eschweger Stadtverordnete Leonie Bierent (beide CDU) die Idee, aus mehreren Einzelaktionen eine gemeinsame und kreisweite Initiative zu machen.

Die normalerweise konkurrierenden Nachwuchsorganisationen wollen in Zeiten der COVID-19-Krise Erkrankten und Menschen in häuslicher Quarantäne gemeinsam unter die Arme greifen. Unter dem Motto „Wir gegen Corona – wir für unsere Mitbürger*innen“ wollen die Jugendlichen eine Telefon-Hotline einrichten und Einkäufe erledigen. Die Idee für eine gemeinsame Initiative komme aus Kreisen der Eschweger CDU, sagte der Vorsitzende der Jungen Union im Werra-Meißner-Kreis, Niklas Gries. Weiter erläuterte der JU-Vorsitzende: „Wir haben organisatorisch angefangen, das zu entwickeln, und werden am Dienstag eine Hotline einrichten.“ Es seien alle Jugendorganisationen im Werra-Meißner-Kreis involviert.

In einem gemeinsamen Aufruf der Jungen Union, der Jusos, der Jungen Liberalen, der Grünen Jugend sowie der Linksjugend heißt es, dass insbesondere Menschen aus Risikogruppen auf Hilfe aus der Mitte der Gesellschaft angewiesen sind. Dies wolle man gemeinsam angehen, so Jorias Bach, Vorsitzender der Jungen Liberalen im Kreis. Kosta Panou von den Jusos sagte: „Wir hoffen, da über die Parteigrenzen hinweg, etwas für die Menschen tun zu können.“ Dem pflichteten auch die übrigen Kreisvorsitzenden bei.

Initiatorin und zentrale Organisatorin, Leonie Bierent, sagte zudem, dass es derzeit darauf ankomme, in der Gesellschaft etwas zu bewirken und für Hilfebedürftige da zu sein. Es gehe hierbei nicht um Politik, sondern um gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein. Niklas Gries fügte hinzu, dass es des Öfteren zu Anfragen gekommen sei, inwiefern (entgegen des CDU-Parteibeschlusses) eine Zusammenarbeit mit der Linksjugend möglich sei. Gries erörterte diesbezüglich, dass es derzeit nicht darauf ankomme, politische Feindschaften zu hegen. Es gehe vielmehr darum, einfach anzupacken und mitzumachen. Die politischen Jugendorganisationen hätten sich zusammengeschlossen, um freiwillige Helfer zu finden, nicht um über politische Belange zu diskutieren.

Telefonhotline ist eingerichtet

Die Hilfsaktion ist heute gestartet. Erkrankte und in Quarantäne befindliche Personen können sich dann an die Hotline der Initiative wenden. Unter der Hotline-Nummer 01573-0753246 werden die Aufträge zunächst zentral erfasst und dann an die freiwilligen Helfer verteilt. Die Auftragsabwicklung erfolgt dann ab Mittwoch. Die weitere Vorgehensweise (Auftragsvergabe, Einkaufs- und Geldübergabe etc.) wird noch bekannt gegeben.

Bürgermeister Alexander Heppe (Eschwege) zeigt sich sichtlich erfreut, dass die Initiative eine so große mediale Aufmerksamkeit erfährt. Bundesweit seien Menschen an der Aktion interessiert. Die zahlreichen Interessensbekundungen anderer Vereine und Verbände sowie die weitreichenden Presseanfragen seien beeindruckend.

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