„Wir sind alle Werratal“

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Das Team der Werratal Tourismus MmbH: (v.li.) Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Rainer Wallmann, Anett Reyer-Guenther, Nursen Jasbay, Sarah Schinkel, Geschaeftsfuehrerin Claudia Krabbes, Romina Curreli, Daniela Sperling und Mitgruender und Landrat Stefan Reuss. Foto: Winter

Gemeinsame Tourismusförderung existiert seit fünf Jahren – Geldprobleme erschweren professionelle Vermarktung Werra-Meißner. "Es war der ric

Gemeinsame Tourismusförderung existiert seit fünf Jahren – Geldprobleme erschweren professionelle Vermarktung

Werra-Meißner. "Es war der richtige Schritt sich unter einer Dachmarke gemeinsam zu vermarkten", sagte Landrat Stefan Reuß zum fünf­jährigen Bestehen der Werratal Tourismus Marketing GmbH. Die vermarktet mit Ausnahme von Hessisch Lichtenau alle Kommunen des Kreises und die Nachbargemeinde Nentershausen unter dem Namen "Werratal". Das Ziel bei Gründung als auch heute ist dasselbe: Mehr Gäste in den Kreis holen.

Während die Übernachtungszahlen seit 2008 nahezu konstant bei rund 750.000 pro Jahr liegen, hierbei aber nur Betriebe über neun Betten (seit 2012 ab zehn Betten) erfasst werden und kleinere sowie Privatpensionen und Ferienwohnungen nicht gezählt werden, sei diese Zahl wenig aussagekräftig, so Geschäftsführerin Claudia Krabbes.

Die erfolgreiche Entwicklung der gemeinsamen Tourismusförderung lasse sich vielmehr am Prospektmaterial messen, dessen Nachfrage von 172 Stück in 2007 auf 2.565 in diesem Jahr angestiegen sei. Und an der Fertigstellung verschiedener Projekte, wie dem Mountainbikepark Werratal mit 23 Mountainbike-Touren und sieben Rennradrouten oder auch dem Werra-Burgen-Steig Hessen, einem zertifizierten Qualitätsweitwanderweg.

Doch Krabbes und auch der Gründungs-Geschäftsführer Henry Thiele legten den Finger in die Wunde, die aktueller denn je sei: "Wir dürfen die Werratal Tourismus Marketing GmbH nicht kaputt sparen in Schutzschirm-Zeiten."

Geld fehle überall, aber noch mehr dürfe bei der Tourismus-Finanzierung nicht gestrichen werden, so der Appell an die 15 Kommunen des Kreises, die als Gesellschafter der GmbH fungieren.

Einer von ihnen, Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans, mahnte an, dass das Kirchturmdenken teilweise noch sehr ausgeprägt sei. "Dank der gemeinsamen Vermarktung ist uns in den einzelnen Städten und Gemeinden überhaupt nur der Blick über den eigenen Tellerrand gelungen. Trotzdem brauchen wir ein noch viel größeres Wir-Gefühl", so Junghans.

Und das fange, so Thiele und der aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende der GmbH, Dr. Rainer Wallmann, bei jedem einzelnen an, der im Kreis zu Hause ist: "Jeder von uns sollte ein Botschafter seiner Heimat sein. Wir sollten sagen, wir kommen aus dem Werratal und nicht aus der Ecke Kassel, Göttingen, Eisenach."

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