„Wir stehen in den Startlöchern!“

Kaliproduktion in Unterbreizbach: Umweltziele werden trotz Verzicht auf Eindampfanlage erreicht Unterbreizbach. K+S hat das Ziel, ab Ende 2012 in Unte

Kaliproduktion in Unterbreizbach: Umweltziele werden trotz Verzicht auf Eindampfanlage erreicht

Unterbreizbach. K+S hat das Ziel, ab Ende 2012 in Unterbreizbach als erstem Standort weltweit Kalidngemittel ohne Umweltbeeinflussung durch Salzabwasser zu produzieren.

Dazu war bisher an diesem Standort der Bau einer Eindampfanlage vorgesehen, die jedoch zu dauerhaft hohen Betriebskosten und einer jhrlichen Emission von bis zu 110.000 Tonnen CO2 gefhrt htte. Neue Erkundungsergebnisse zeigen, dass auf die Errichtung der bisher geplanten Eindampfanlage und die mit ihr verbundene Zusatzbelastung verzichtet werden kann. Stattdessen wird in den Bau einer neuen Aufbereitungsanlage zur Abtrennung von Magnesiumchlorid investiert, um die Energieeffizienz des Lsebetriebes in Unterbreizbach zu verbessern.

Langfristige Standortsicherung und Umweltschutz sind gleichrangige Ziele unserer Unternehmensstrategie, sagt Dr. Ralf Diekmann, Geschftsfhrer der K+S KALI GmbH. Wir halten dabei an unseren anspruchsvollen Zielsetzungen fr Unterbreizbach fest, so Diekmann weiter.

Durch neue Explorationstechnik, die erstmalig im Unterbreizbacher Teil der Werra-Kalilagersttte eingesetzt wurde, war es mglich, fr einen deutlich verlngerten Prognosezeitraum verlssliche Aussagen ber die Verteilung der Wertstoffe zu erlangen. Sie zeigen, dass in den nchsten Jahren bei weiterhin hohem Kaliumchlorid-Anteil der Gehalt an Magnesiumchlorid im Rohsalz dauerhaft erheblich zurckgehen wird.

Die dadurch zuknftig in wesentlich geringerem Umfang als bisher anfallende Magnesiumchlorid-Lsung kann im Werksverbund verwertet und teilweise verkauft werden. Das macht den Bau einer Eindampfanlage berflssig, spart jedes Jahr einen hohen Energieeinsatz von ber 500.000 MWh und vermeidet CO2-Emissionen in der Grenordnung von rund 110.000 Tonnen.

Zustzlich knnte sich durch die vernderten Wertstoffanteile im Rohsalz die Mglichkeit erffnen, zur Strkung des Standortes Unterbreizbach eine Industriesalz-Produktion aufzubauen.

Manahmen zum Gewsserschutz halbieren Salzabwassermengen

K+S hatte bereits im Oktober 2008 ein umfangreiches Manahmenpaket zum Gewsserschutz vorgelegt, das bei Investitionen von bis zu 360 Mio. Euro bis sptestens 2015 das Aufkommen an Salzabwasser in den Werra-Standorten auf sieben Mio. Kubikmeter halbieren wird. Damit wird es mglich, die Salzfracht in Werra und Weser weiter zu reduzieren, so dass die Weser bereits nrdlich von Bad Karlshafen biologisch Swasserqualitt haben wird.

Wir sind bereit, unverzglich die erforderlichen Investitionen zu ttigen. Als Voraussetzung dafr bentigen wir eine zgige Abstimmung des von uns vorgelegten Integrierten Manahmenkonzeptes mit den Lndern Hessen und Thringen. Wir stehen in den Startlchern!, sagt Diekmann.

Das Manahmenpaket nimmt auch die vom Runden Tisch favorisierten Ideen zum Gewsserschutz auf. K+S geht damit an die Grenzen des bis 2015 technisch Machbaren und wirtschaftlich Vertretbaren. Gleichzeitig erffnet es den Standorten im hessisch-thringischen Kalirevier eine langfristige Perspektive.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Möhnfelder stehen am Meißner kurz vor der Blüte

Von einem Besuch rät der zuständige Geo-Naturpark wegen möglicher Infektionen ab
Möhnfelder stehen am Meißner kurz vor der Blüte

Tag der offenen Tür beim VdK-Kreisverband Eschwege

Am Samstag, 28. Januar, lädt der VdK-Kreisverband in die neue Geschäftsstelle in den Beruflichen Schulen ein
Tag der offenen Tür beim VdK-Kreisverband Eschwege

Ein Buch für gesundes Wohnen

Der Baubiologe Wolfgang Born glaubt nicht so recht an den Klimawandel und plädiert in seinem Buch für gesundes Wohnen durch richtige Dämmung
Ein Buch für gesundes Wohnen

Fashion Day: Ein Tag für die Ladies

3. Lichtenauer Ladies Fashion Day lockt im Mai wieder mit vielen Schnäppchen.
Fashion Day: Ein Tag für die Ladies

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.