Wolken am Konjunkturhimmel: Ferienende lässt Arbeitslosenzahlen im September sinken

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Eschwege. Im September sind die Arbeitslosenzahlen im Altkreis Eschwege jahreszeitüblich nach den Ferien gesunken. Aber erste Wolken am Konjunkturhim

Eschwege.Im September sind die Arbeitslosenzahlen im Altkreis Eschwege jahreszeitüblich nach den Ferien gesunken. Aber erste Wolken am Konjunkturhimmel haben unsere Region erreicht.

Insgesamt waren im vergangenen Monat 1788 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das waren 67 Personen weniger als im August aber 192 arbeitslose Menschen mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,3 Prozent, ein Plus von 12% zum Vorjahr.

Die konjunkturelle Komponente zeigt sich im Vergleich mit den Vorjahreszahlen. "Seit einigen Monaten ist ein kontinuierlicher Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zu den Vorjahresmonaten zu verzeichnen. Dieser Anstieg betrifft überwiegend den Bereich der Arbeitslosenversicherung, also den Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit. Dies lässt auf eine konjunkturelle Abschwächung schließen. Verschlechtert sich die Lage am Markt, machen die arbeitslos gewordenen Menschen ihre erworbenen Ansprüche bei der Agentur für Arbeit geltend. Hier haben wir es besonders mit auslaufenden, befristeten Beschäftigungen zu tun, die aktuell nicht verlängert werden", erklärt Uwe Kümmel, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Eschwege.

Zahl der Jüngeren und Älteren sinkt im SeptemberIm September waren insgesamt 237 unter 25-Jährige arbeitslos gemeldet. Damit ist deren Zahl von August zu September um 20 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr steigt allerdings auch die Zahl der Jüngeren an. Im September 2011 waren 44 Personen weniger arbeitslos.

Auch bei den Älteren über 50 Jahre ist die Zahl der Arbeitslosen im September gesunken. Insgesamt waren 631 Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen, 14 Menschen weniger als im August. Im Vergleich zum September 2011 ist die Zahl der arbeitslosen über 50-Jährigen um 60 Personen angestiegen.

Weiterhin hoher Bedarf an FachkräftenTrotz der konjunkturellen Eintrübung, besteht der Bedarf an Fachkräften in zahlreichen Branchen und Berufsfeldern fort. "Ein weiterhin hoher Bedarf an Fachkräften besteht in den Bereichen Altenpflege, im Handwerk, hier Elektro, Dachdecker, Fliesenleger, Gas- Wasserinstallateure, Berufskraftfahrer aber auch bei Steuerfachangestellten. Außerdem in der IT-Branche, bei Ingenieuren, Ärzten sowie bei Friseuren und in der Lebensmittelbranche", berichtet der Geschäftsstellenleiter.

Die Agentur für Arbeit setze dort, wo mittel- und langfristig Bedarfe gesehen werden, Qualifizierungen ein. "Hier wollen wir gerade jetzt bei rückläufigen Marktbewegungen ansetzen, um so für die Zukunft gut gerüstet zu sein, und interessierten Arbeitgebern gut qualifiziertes Personal anbieten zu können", erklärt Kümmel.

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