Was wollen wir uns leisten?

Kaemmer Reiner Brill hofft, dass viele Eschweger Buerger den Fragebogen ausfuellen. Foto: Archiv
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Kaemmer Reiner Brill hofft, dass viele Eschweger Buerger den Fragebogen ausfuellen. Foto: Archiv

Eschweges Bürger sind gefragt: 3.000 Fragebogen zum städtischen Haushalt werden nächsten Montag verschickt Eschwege. Hin zu einem ausgeglichenen

Eschweges Bürger sind gefragt: 3.000 Fragebogen zum städtischen Haushalt werden nächsten Montag verschickt

Eschwege. Hin zu einem ausgeglichenen Haushalt geht die Stadt Eschwege in Kooperation mit der Uni Kassel neue Wege. 3.000 zufällig

ausgewählte Bürger ab 16 Jahren erhalten am Dienstag kommender Woche Post. Anonym sollen sie freiwillig einen fünfseitigen Fragebogen mit zwölf Fragen beantworten. Antwortmöglichkeiten werden vorgegeben, der Bürger kann je nach Vorlieben seine Kreuze setzen, Raum für eigene Vorschläge ist aber auch vorhanden, das Ausfüllen des Fragebogens wird knapp 30 Minuten dauern.

Themenschwerpunkte sind:

- Wie wichtig ist mir als Bürger ein ausgeglichener Haushalt?

- Welche städtischen Angebote (z.B. Bibliothek, Stadtbus, Dorfgemeinschaftshäuser, Schwimmbad, etc.) sind mir wichtig?

- Wo kann meiner Meinung nach bei (freiwilligen) Leistungen eingespart werden?

- Welche Steuern, Gebühren und Beiträge können falls nötig erhöht werden?

Stadtkämmerer Reiner Brill setzt große Hoffnungen in dieses innovative Projekt: "Wir wollen herausfinden, was den Eschweger Bürgern wichtig ist. Denn sie sind es, die von den Sparmaßnahmen unmittelbar betroffen sind."

Bis 2020 muss Eschwege seinen Haushalt ausgeglichen haben, momemtan belastet ein strukurelles Haushaltsdefizit von rund 2,5 Millionen Euro die Stadt. "Wir werden unbequeme und schmerzhafte Entscheidungen zu treffen haben, daher sollen die Bürger mitentscheiden", so Brill, der auf eine rege Teilnahme hofft. "Je mehr Fragebogen wir ausgefüllt zurückerhalten, desto verlässlicher sind die Ergebnisse", sagt Brill.

Und die sollen Ende Oktober nicht nur öffentlich vorgestellt werden, sondern dienen den Stadtverordneten zukünftig als Orientierungshilfe. "Über den Haushalt und damit über Sparßmaßnahmen und Steuererhöhungen entscheiden natürlich weiter die Stadtverordneten", so Brill.

Hier können Sie auch den Kommentar "Eschweger, nutzt diese große Chance!" lesen.

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