Zapfanlagen statt Häuser

Holger Eckert aus Eschwege ist im Besitz des ersten und einzigen AKE-Monopoly. Fotos: Liese
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Holger Eckert aus Eschwege ist im Besitz des ersten und einzigen AKE-Monopoly. Fotos: Liese

Eschwege. Mit ganz viel Liebe zum Detail: Holger Eckert besitzt das erste und einzige AKE-Monopoly

Holger Eckert (38) aus Eschwege hat wohl weit und breit das einzige AKE-Monopoly-Spiel, das es gibt. "Das ist mir jetzt beim Aufräumen wieder in die Hände gefallen", erzählt Eckert, der das gute Stück zugleich mal unter die Lupe nahm.

"Der Ex-Freund der Tochter meiner Lebensgefährtin hatte damals die Idee. Er hat sich richtig viel Mühe damit gegeben", so Eckert weiter und zeigt die liebevollen Details, die der Hersteller bedacht hat. So sind nicht nur die Straßen umbenannt worden in Esch-weger Gaststätten und Diskotheken sowie bestimmte Plätze, sondern auch die Spielkarten wurden komplett angepasst an das Eschweger Bier. Man kauft keine Häuser auf seine Straßen, sondern der Spieler muss sich Zapfanlagen für seine Kneipen besorgen.

Die Geldscheine wurden mal eben in Biermarken umgetauft und wer über Los geht, der erhält zwar kein Geld, aber ein schönes, frisches Bier. Gespielt hat Holger Eckert das Spiel noch nicht – er als leidenschaftlicher Sammler von Produkten, die das Heimatbier betrifft, bewahrt dieses besondere Spiel lieber auf.

Die Sammelleidenschaft hat den 38-Jährigen bereits Anfang der 90er Jahre gepackt. "Das fing damals während der Ausbildung zum Maurer und Lackierer an", erinnert sich Eckert zurück. Damals war seine allererste Baustelle die Brauerei. "Das hat mich sehr beeindruckt. Am liebsten hätte ich gleich dort angefangen zu arbeiten, aber das ging natürlich nicht", schmunzelt Eckert. Und so widmete er sich seinem neuen Hobby und fing an, alles von der AKE zu sammeln, was er bekommen konnte.

Und so zählt Holger Eckert mittlerweile alte Bierdeckel, Flaschen und Gläser sowie Zapfhahnschilder, alte 50-Liter-Alufässer aus den 80er Jahren oder aber auch Banner oder eine Leuchtreklame zu seiner Sammlung. Die zwei Metall-Autos mit einem Schwungmotor sind ihm besonders ans Herz gewachsen. "Eigentlich gibt es da noch mehr von, aber die waren damals nur für Händler gedacht und es ist schwer, an die Autos heranzukommen", so Eckert, dessen Sammlung wächst und wächst. Denn Flohmärkte sind nicht sicher vor dem Sammler der Eschweger Raritäten, der selbst noch Rechnungen aus 1920 in seinem Besitz hat.

Doch ein Wunsch bleibt trotz der Sammelleidenschaft dennoch bestehen: "Ich würde immer noch gerne gleich dort anfangen zu arbeiten. Das würde mir große Freude bereiten."

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