Frage

Ab und an ein Knöllchen riskieren, statt ein regelmäßiges Parkticket?

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Das ewige Parkplatz-Problem: Sind Knöllchen am Jahresende vielleicht weniger teuer als Parktickets?

Parkplätze sind rar. Da kommen manche Autofahrer auf kuriose Ideen: Wäre es auf Dauer billiger ein Knöllchen zu riskieren, als täglich ein Parkticket zu ziehen?

München - Manche Frage traut man kaum zu stellen - nicht einmal dem Partner, und auch nicht einem Arzt oder Anwalt. Das Thema ist unangenehm, der Einblick in die persönlichen Lebensumstände könnte peinlich und tief werden - vielleicht drohen sogar rechtliche Konsequenzen?

Ist ein Knöllchen auf Dauer billiger als ein Parkticket?

Die Frage: Jemand parkt regelmäßig im absoluten Halteverbot und hofft darauf, dass die Knöllchen am Jahresende weniger teuer sind, als jeweils Parktickets gekostet hätten. Rechnet er sich das zu schön?

Die Antwort: Ob sich das rechnet, kommt auf die jeweiligen kommunal unterschiedlichen Parkgebühren, die Häufigkeit des Fehlparkens und die Höhe der Knöllchen an. Der Regelsatz sieht hier für die verschiedenen Zuwiderhandlungen zwischen 10 und 35 Euro vor. Außerdem: Je nachdem, wo man parkt, kann das recht teure Abschleppen drohen - etwa in Feuerwehrzufahrtszonen und auf Behindertenparkplätzen.

Nicht nur Knöllchen: Das droht Falschparkern

Das regelmäßige Falschparken scheint vielleicht verlockend - zum Beispiel auch in Städten wie München, wo die Parkgebühren um 100 Prozent erhöht werden sollen: Und zwar von einem Euro in Lizenzgebieten auf zwei Euro (mehr dazu lesen Sie auf dem Online-Portal des Münchner Merkurs).

Allerdings erhalten notorische Falschparker unter Umständen nicht nur ein Bußgeld, ihnen drohen auch andere Maßnahmen, erläutert der ADAC. So kann die Fahrerlaubnisbehörde notorische Falschparker zur medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) schicken. Das ist eigentlich sonst nur üblich bei erheblichem Fehlverhalten, etwa betrunken Auto zu fahren. Und geht der Autofahrer nicht zur MPU, kann ihm sogar die Fahrerlaubnis entzogen werden.

Auch interessant: Entgegen der Fahrtrichtung parken - ist das erlaubt?

So entschied das Gericht bei einem notorischen Falschparker

So geschehen in einem Fall, den der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (Az.: 10 S 1883/14) entscheiden musste: Ein Fahrer hatte in sechs Jahren 161 Verkehrsverstöße begangen, überwiegend Parkverstöße. Nachdem ihm wegen der Nicht-Teilnahme an der MPU die Fahrerlaubnis entzogen wurde, klagte der Betroffene. Unter anderem war er der Ansicht, ein beharrlicher Verstoß sei nur anzunehmen, wenn nahezu wöchentlich ein Verstoß dokumentiert werde. Das war bei ihm nicht der Fall.

Das Gericht sah das anders: Eine langjährige und hartnäckige Begehung einer Vielzahl von Verstößen könne Fahreignungszweifel hervorrufen, wenn sich dadurch eine verfestigte gleichgültige Grundeinstellung gegenüber Verkehrsvorschriften jedweder Art offenbare.

Auch Supermärkte greifen immer härter bei Dauer-Parkern durch - hier erfahren Sie mehr dazu.

dpa

So viel kosten Sie die zehn größten Verkehrssünden

1. Parken in der Feuerwehranfahrtszone
1. Parken in der Feuerwehranfahrtszone © ADAC Motorwelt
2. Spurwechsel oder abbiegen ohne zu Blinken
2. Spurwechsel oder abbiegen ohne zu Blinken © ADAC Motorwelt
3. Reißverschluss: Zu früh an Engstellen einfädeln
3. Reißverschluss: Zu früh an Engstellen einfädeln © ADAC Motorwelt
4. Bei schlechtem Wetter mit Nebelschlussleuchte fahren
4. Bei schlechtem Wetter mit Nebelschlussleuchte fahren © ADAC Motorwelt
5. Gute Sicht, freie Straße: Am Stoppschild nicht anhalten
5. Gute Sicht, freie Straße: Am Stoppschild nicht anhalten © ADAC Motorwelt
6. Parkscheinautomat kaputt: Nicht zahlen, einfach parken
6. Parkscheinautomat kaputt: Nicht zahlen, einfach parken © ADAC Motorwelt
7. Auf Parkplätzen immer auf die Regel "rechts vor links" vertrauen
7. Auf Parkplätzen immer auf die Regel "rechts vor links" vertrauen © ADAC Motorwelt
8. Hupen, weil der Vordermann nicht schnell genug losfährt
8. Hupen, weil der Vordermann nicht schnell genug losfährt © ADAC Motorwelt
9. Ein Abblendlicht defekt: Erst mal weiterfahren
9. Ein Abblendlicht defekt: Erst mal weiterfahren © ADAC Motorwelt
10. Musik im Auto voll aufdrehen
10. Musik im Auto voll aufdrehen © ADAC Motorwelt
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