Was tun?

Hilfe im Notfall: Was tun, wenn das Auto geklaut wurde?

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Leerstelle: Nach einem Autodiebstahl rufen Betroffene besser gleich die Polizei an und informieren ihre Versicherung.

Das Auto ist verschwunden - da ist der erste Schreck meist groß. Doch was ist zu tun, wenn es wirklich gestohlen worden ist?

Wenn morgens auf dem vertrauten Stellplatz das Auto fehlt, sollten Betroffene zunächst klären, ob es wirklich gestohlen oder einfach nur abgeschleppt wurde. Dazu könne der Notruf 110 der Polizei genutzt werden, erklärt die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Bei Autodiebstahl sofort Polizei und Versicherung informieren

Die Polizei klärt den Sachverhalt. Wenn ein Diebstahl vorliegt, sollten Betroffene sofort Anzeige erstatten. Im zweiten Schritt setzen die Bestohlenen ihre Versicherung in Kenntnis. Dort müsse man auch alle zugehörigen Papiere vorlegen, also Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief und alle Schlüssel, die zum Auto gehören, erläutert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Den entstanden Schaden übernimmt die Teilkasko- respektive Vollkaskoversicherung. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt habe ein Autodiebstahl keinen Einfluss.

Auch gibt es laut GDV keinen Automatismus etwa bei der Prämiengestaltung, sollte ein Autofahrer ein zweites Mal bestohlen werden. Die Diebstahlhäufigkeit eines Modells wirke sich in der Typklasse aus und die Zahl der Diebstähle innerhalb des Zulassungsbezirks in der Regionalklasse, erklärt der GDV.

So viele Autos werden pro Jahr geklaut

Die Zahl der gestohlenen kaskoversicherten Autos lag 2016 mit 18.227 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Den wirtschaftliche Schaden beziffert der GDV dabei auf knapp 300 Millionen Euro, was einer Steigerung um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr gleichkomme.

Passend dazu: In diesen Städten klauen Diebe am liebsten.

Wie lassen sich Autodiebstähle verhindern?

Die Polizeiliche Kriminalprävention und der GDV geben Tipps: Ein Diebstahl könne zwar nie und durch keine Technologie zu hundert Prozent ausgeschlossen werden. Denn die serienmäßigen Sicherungseinrichtungen seien für professionelle Autodiebe oft kein großes Problem. Als wirkungsvoll habe sich allerdings eine Kombination aus mechanischen und elektrischen Sicherungen erwiesen.

Empfehlenswert: individuell eingebaute Sicherungen wie eine Gangschaltungssperre, eine Parkkralle oder eine Diebstahlwarnanlage.

Autodiebstahl: Die wichtigsten Tipps sind oft die einfachsten

  • Auto immer abschließen, den Schlüssel nie stecken lassen und auch keinen Ersatzschlüssel im Auto zurücklassen.
  • Auch wer nur kurz das Auto verlässt, schließt alle Fenster, Türen oder das Cabriodach. Das Auto steht am sichersten in einer abschließbaren Garage oder auf einem nichtöffentlichen Parkplatz, ansonsten stets in gut beleuchteten und belebten Straßen.
  • Professionelle Autodiebe brechen auch in Häuser oder Wohnungen ein, um an Autoschlüssel zu gelangen. Daher sollte man diese nie etwa am Schlüsselbord im Flur oder offen herumliegen lassen.
  • Autoschlüssel sollten nicht in Jacken- oder Manteltaschen ohne Aufsicht etwa in Gaststätten an der Garderobe oder Umkleidekabinen zurückgelassen werden.

Lesen Sie hier weiter: Auf diese Autos stehen Diebe ganz besonders

dpa/tmn

Top 10 der Autodiebe

Top 10 der Autodiebe: Range Rover
Der absolute Liebling der Autodiebe ist 2014 der Range Rover 3.0 TD. Von 1000 Modellen dieses Typs wurden im vergangenem Jahr 57,4 Stück geklaut (2013: 10 Stück). Durchschnittlicher Schadenaufwand: Knapp 73.096 Euro. © Land Rover
Top 10 der Autodiebe
Platz 2: BMW X6 Xdrive. Von 1000 Autos dieses Typs wurden statistisch rund 27 Exemplare geklaut. Im Schnitt entstand pro geklautem Modell ein Schaden von rund 42.477 Euro. © BMW
Lexus RX 350
Platz 3: Der Lexus RX 350. Von 1000 Ausführungen dieses Modells griffen sich die Autodiebe statistisch gesehen 17,2 Stück. Schadenaufwand 45.974 Euro. © Lexus
Toyota Land Cruiser 3.0
Auf Platz 4 der Autodiebstahlstatistik 2014: Der Toyota Land Cruiser 3.0. Durchschnittlicher Schadenaufwand: Rund 37.290 Euro (2013: 40.000 Euro). © Toyota
Platz 8: Der Audi S4 Avant. Der durchschnittliche Schadenaufwand, wenn dieses Audi-Modell geklaut wurde, betrug rund 38.500 Euro.
Platz 9: Der Audi S4 Avant. Der durchschnittliche Schadenaufwand, wenn dieses Audi-Modell geklaut wurde, betrug rund 29.434 Euro (2013: 38.500 Euro.) © Audi
Range Rover Sport
Platz 11: Der Range Rover Sport 2,7 TD ist auf Platz 11 im Vergleich zu 2013 abgerutscht.  Wenn dieses Modell gestohlen wurde, entstand aber immer noch im Durchschnitt ein Schaden von über 41.825 Euro. © Land Rover
Auf Platz 10 der meistgeklauten Automodelle: Der VW-Bus T5 mit einem durchschnittlichen Schadenaufwand von 18.500 Euro.
Auf Platz 10 der meistgeklauten Automodelle 2014: Der VW-Bus T5 mit einem durchschnittlichen Schadenaufwand von 12.800 Euro (2013: 17.834 Euro). © VW
Der T4 von VW war 2013 bei den Autodieben ein wenig beliebter als sein Nachfolger T5.
Der T4 von VW war 2013 bei den Autodieben ein wenig beliebter als sein Nachfolger T5. © VW
Platz 7: Statistisch betrachtet wurden 10 von 1.000 Audis des Typs RS5 im vergangenen Jahr gestohlen.
Platz 7: Statistisch betrachtet wurden 10 von 1.000 Audis des Typs RS5 im vergangenen Jahr gestohlen. © Audi
Audi S5
Platz 5: Audi S5 © Audi

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