Benzin statt Diesel, Diesel statt Benzin

Sie haben falsch getankt? Diese Dinge können Sie tun

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Sie haben falsch getankt? Diese Dinge sollten Sie tun.

Bei den vielen unterschiedlichen Bezeichnungen an den Zapfsäulen kann es vorkommen, dass man den falschen Kraftstoff in den Tank füllt. Das können Sie tun, wenn Sie falsch getankt haben.

Ultimate, Super Plus, E10 - die vielen Bezeichnungen an den Zapfsäulen können schon einmal verwirren. Nicht selten passiert es dann, dass der Fahrer zur falschen Säule greift und Benzin statt Diesel oder umgekehrt Diesel statt Benzin tankt. Diese Verwechslung kann dem Auto im schlimmsten Fall hohen Schaden zufügen. Das können Sie tun, wenn Sie falsch getankt haben.

Falsch getankt: Das können Sie tun

Idealerweise bemerkt man den Fehler natürlich noch am Zapfhahn. Dann sollten Sie den Tankvorgang sofort beenden. Das Auto sollte danach nicht mehr gestartet werden, damit die falsche Tankfüllung nicht in die Kraftstoffpumpe gelangt, wie der ADAC berichtet.

Fall Sie den Irrtum erst bei der Fahrt bemerken, sollten Sie so schnell wie möglich anhalten, den Motor abstellen und nicht neu starten. Dass man den falschen Kraftstoff getankt hat, merkt man meistens zuerst an einen stotternden Motor, wie Focus Online berichtet. In beiden Fällen gilt: Rufen Sie sofort den Pannenservice oder eine Werkstatt an, damit der Tank ausgepumpt werden kann. In der Regel findet man auch in der Betriebsanleitung des Autos Informationen, was man in so einem Fall tun sollte.

Das kann passieren, wenn Sie Benzin statt Diesel tanken

Haben Sie Benzin anstelle von Diesel getankt und danach den Motor gestartet, kann dies einen hohen Schaden am Auto verursachen. Im schlimmsten Fall muss das gesamte Einspritzsystem ausgetauscht werden, einschließlich des Tanks. Besonders neuere Dieselfahrzeuge mit einem direkten Einspritzsystem, also mit einem Common-Rail oder Pumpe-Düse-System, sind empfindlich.

Bei älteren Dieselautos kommt es auf die Menge Benzin an, die getankt wurde. Bei Autos mit einem Wirbel- oder Diesel-Vorkammer-Prinzip ist eine geringe Menge Benzin oft nicht so schädlich. Trotzdem sollte auch in diesem Fall der Tank am besten ausgepumpt werden

Das kann passieren, wenn Sie Diesel statt Benzin tanken

Wenn Sie anstelle von Benzin Diesel in ihren Tank füllen, ist das nicht ganz so verheerende wie im umgekehrten Fall. Es kommt dabei auf die Menge Diesel an, die getankt wurde. War diese nur gering, können Sie langsam weiterfahren, wenn Sie immer wieder Benzin nachtanken, damit die Diesel-Konzentration im Tank gering bleibt. 

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Haben Sie allerdings viel Diesel getankt, werden Sie um ein Auspumpen nicht herumkommen. In beiden Fällen sollten Sie den Pannenservice oder eine Werkstatt verständigen, denn Schäden an der Kraftstoffpumpe können nicht ausgeschlossen werden.

E10 statt E5, Normalbenzin statt Super: Das ist zu tun

Ist ihr Auto für E10 freigegeben, ist dies eine Verwechslung von E5 und E10 unbedenklich. Im anderen Fall sollten Sie den Tank allerdings auspumpen lassen, denn das E10 kann dem Motor schaden. Die Hinweise des Autoherstellers sollten dabei beachtet werden. Nach Einschätzung des ADACs kann es genügen, wenn der Tank unverzüglich mit einem ethanolarmen Kraftstoff aufgefüllt wird. Bei einer randvollen Tankfüllung muss der Tank jedoch ausgepumpt werden.

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Tanken Sie Normalbenzin statt Super oder Super Plus, ist dies weniger problematisch. Sie können normal weiterfahren, wenn Sie dem Auto keine hohe Leistungen wie Fahrten mit einem Anhänger oder hohe Geschwindigkeiten abverlangen. Der richtige Kraftstoff sollte aber nachgefüllt werden.

Falsch getankt: Diese Kosten kommen auf Sie zu

Wie viel Sie bezahlen müssen, wenn Sie ihren Tank falsch befüllt haben, hängt davon ab, ob Sie mit dem Auto gefahren sind oder es nicht gestartet haben. Ein reines Auspumpen kostet in der Regel je nach Modell ab ungefähr 100 Euro. Ist aber das Einspritzsystem geschädigt, kann dies mehrere tausend Euro kosten. Bei älteren Autos entspricht das oft einem Totalschaden. Ob Ihre Versicherung den Schaden übernimmt, müssen Sie individuell prüfen - die meisten Versicherungen zahlen bei einer Falschbetankung allerdings nicht.

Übrigens: In diesem Bundesland tanken Sie am günstigsten

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
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Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
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Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
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Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
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Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
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Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
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Von Michaela Schaal

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