Münchner Familie

2 + 4 = die Neuen von BMW

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Markanter: Das BMW 2er Coupé gewinnt an Charakter im Vergleich zum Vorgänger.

Aus eins mach zwei, aus drei die vier – was sich wie der Anfang vom Hexen-Einmaleins anhört, ist in diesem Fall Modellstrategie. Und zwar eine, die aus dem Hause BMW kommt.

Aus eins mach zwei, aus drei die vier – was sich wie der Anfang vom Hexen-Einmaleins anhört, ist in diesem Fall Modellstrategie. Und zwar eine, die aus dem Hause BMW kommt. Nach dem 4er-Coupé, das früher einmal ein 3er Coupé war, bringen die bayerischen Autobauer Anfang März das 4er Cabriolet auf den Markt. Ebenso das neue 1er Coupé, Verzeihung, natürlich den 2er. Die beiden Neuen im Überblick:

Der Himmel ist das Limit: Offen macht das BMW 4er Cabriolet eine besonders gute Figur.

Ist das 4er Coupé schon vom Design her eine Augenweide – das Cabriolet kann da locker mithalten. Vor allem wenn es offen ist. Dann kommt die langgestreckte katzenartige Karosserie, die in der Breite fast schon motzig-pubertär dasteht, erst richtig zur Geltung, Dazu muss sich natürlich das dreiteilige Metallverdeck erst mal bewegt haben. Und das geht nicht allzu rasant. 20 Sekunden bei bis zu Tempo 18 dauert es schon. Dann aber heißt es: Der Himmel ist das Limit. Mit einem cw-Wert von 0,33 cru (geschlossen 0,28) ist man entweder gemütlich mit dem 420 d (184 PS, 380 Nm Drehmoment) oder dynamisch mit dem 435 i (306 PS, 400 Nm) unterwegs. Letzterer (ein Sechszylinder) blubbert wie ein schöner alter amerikanischer Achtzylinder, was aber durchaus Absicht ist. Denn der 4er soll sich zu 40 Prozent in den USA verkaufen. Dazu trägt sicherlich auch die dreistufige Nackenheizung bei, die eingefleischten Cabriofahrern ein verächtliches „Was für Warmduscher!“ entlockt. Noch ein schönes Detail: Das gefaltete Metalldach kann auf Knopfdruck angehoben werden, damit man leichter an den drunter liegenden Kofferraum herankommt. Das Volumen liegt bei 220 Litern im offenen, im geschlossenen Zustand bei 370 Litern. Auf Wunsch gibt es sogar eine große Durchladeklappe. Kosten soll der 420d ab 46.300 Euro, der stärkste 435i startet bei 54.000 Euro.

Noch edler, aber BMW-typisch: Das 2er Cockpit mit seiner klaren Ausrichtung auf den Fahrer.

Der 2er ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem 1er Coupé, zunächst einmal gewachsen. Moderat zwar, aber unter dem Strich machen ein längerer Radstand (30 Millimeter) und Zuwächse bei der Breite (um 26 mm) und bei der Länge (um 72 mm) aus dem Kleinen schon fast einen Großen. Dazu passt, dass das kleinste Coupé der Münchner mit vier vollwertigen Sitzplätzen aufwartet und auch bei der Kofferraumgröße trumpft er mit 390 Litern auf. Für einen Kleinwagen schon recht stattlich! Wie auch der Preis, der dem Premiumsegment geschuldet ist: Der 220i mit 184 PS und 6,1 Liter Verbrauch soll 29.950 Euro kosten, der 220 d mit ebenfalls 184 PS und 4,2 Litern Verbrauch rund 32.500 Euro. Einen echten Leckerbissen reicht BMW am oberen Ende nach. Der M 235 i toppt, Fans des M 135 i werden es nur schwerlich glauben, seinen Vorgänger beim Fahrspaß. Ausgestattet mit 326 PS aus dem Reihensechszylinder und 380 Nm schon bei 1800 Umdrehungen sprintet der 2er (mit Achtgangautomatik!) in 4,8 Sekunden von 0 auf 100. Dabei ist der 235i auch dank seiner elektromechanischen Sportlenkung so agil wie ein Autoscooter unter Starkstrom. Fast schon mit dem Boden verwachsen nimmt der kleinste M jede Kurve souverän und vermittelt dem Laien ein kleines Rennsportfeeling. Das kann man sogar noch steigern. Für runde 25.000 Euro mehr oder insgesamt knapp 70.000 Euro soll es die Racing-Version mit 333 PS geben, Mit der darf man dann sogar auf die Rennstrecke.

RDF

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