Gefährlich

Was BMW-Fahrerin transportiert, macht Polizei sprachlos - ihre Erklärung ist absolut dreist

Mit der Ladung sollten es Autofahrer nicht übertreiben. (Symbolbild)
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Mit der Ladung sollten es Autofahrer nicht übertreiben. (Symbolbild)

Bei diesem Anblick sind den Polizei-Beamten wohl die Augen übergegangen. Eine Cabrio-Fahrerin nahm es mit der Sicherung ihrer Ladung nicht so genau.

Normalerweise ist genau geregelt, wie weit die Ladung bei einem Fahrzeug hinausragen darf - zudem muss sie ordentlich gesichert sein, damit sie während der Fahrt nicht einfach verloren geht und andere Verkehrsteilnehmer behindert beziehungsweise in Gefahr bringt.

Eine BMW-Fahrerin in der englischen Grafschaft Essex nahm dies allerdings nicht so genau. Ihr Cabrio schien ihrer Meinung nach wohl ausreichend Platz für eine gewagte Ladung geboten zu haben. Das sahen die Polizeibeamten jedoch anders.

Cabrio-Fahrerin mit ungesicherter Ladung auf der Rückbank

Am 5. November teilten diese über Twitter ein Foto des Fahrzeugs, dass sie zwischen Basildon und Colchester aus dem Verkehr gezogen hatten. Die Fahrerin transportierte auf der Rückbank ihres Cabrios eine Doppelbett-Matratze mitsamt Lattenrost. Letzterer balancierte bereits gefährlich an einer Ecke im Inneren des Wagens. "Beschlagnahmt wegen nicht vorhandener Versicherung und nicht gesicherter Ladung", titulierten die Beamten auf Twitter das Bild und fügten das 'Facepalm'-Emoji hinzu. Auch die Rechtfertigung, die die Fahrerin parat hatte, macht sprachlos: "Sie (Anm. d. Red.: die Matratze) ist auf dem Sitz eingeklemmt, also ist es okay!"

Wie das Online-Portal The Sun zu dem Vorfall herausfand, gaben die Beamten der Fahrerin "gut gemeinten Rat mit auf den Weg". Anschließend war sie gezwungen, jemand anderen zu rufen, um ihre Matratze und den Lattenrost ordentlich transportieren zu können. Ob und mit welchen Konsequenzen die Frau rechnen muss, ist nicht bekannt.

Auch interessant: Unfassbar, was dieser Fahrer auf seinem Twingo transportiert.

Was ist bei überstehenden Ladungen in Deutschland erlaubt?

In Deutschland ist in § 22 StVO geregelt, wie mit Ladung zu verfahren ist: Insgesamt dürfen ein Fahrzeug und seine Ladung nicht breiter als 2,5 Meter und nicht höher als 4 Meter sein - ausgenommen land- und forstwirtschaftliche Gefährte. Bei Fahrzeugen, die nicht höher als 2,5 Meter sind, dürfen keine Ladungsteile nach vorne hinausragen. Ansonsten darf der Ladungsüberstand vorne nicht mehr als einen halben Meter betragen. Nach hinten darf beim Auto oder beim Anhänger die Ladung nach hinten 1,5 Meter überstehen. Zudem muss die Ladung ordentlich gesichert und in manchen Fällen auch gekennzeichnet werden.

Video: Dieser Autofahrer hat seinen Wagen überschätzt

Lesen Sie auch: Wenn der Möbelkauf ausartet: Polizei stoppt übereifrigen Autofahrer.

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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