Wohnmobile und Campingwagen

Das sollten Sie als Camper im Winter beachten – sonst droht eine böse Überraschung

Campingplätze in Deutschland
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Viele Campingplätze waren in diesem Sommer ausgebucht. Vor der Winterpause gilt es einiges zu beachten.

Campingfans aufgepasst: Damit es im Frühjahr keine bösen Überraschungen gibt, sollten sie das Fahrzeug gut auf die Winterpause vorbereiten.

Die Wohnmobil*-Neuzulassungen haben in diesem Jahr ein weiteres Rekordniveau erreicht. Viele Besitzer müssen ihr rollendes Heim nun erstmals auf die ereignisarme Wintersaison vorbereiten. Korrekt eingemottet sind die Freizeitfahrzeuge im kommenden Frühjahr schnell wieder bereit für die erste Tour.

Wohnmobil oder Campingwagen – gründliche Reinigung vor Winterpause

Vor dem Winterschlaf steht eine gründliche Reinigung an. Am besten funktioniert das in einer speziellen Wohnmobil-Waschanlage, allerdings sind diese hierzulande selten. Alternativ eignen sich große Waschboxen an normalen Pkw-Waschanlagen. Wer selbst zu Schlauch und Reiniger greift, sollte bei Acrylglasfenstern Obacht walten lassen. Normale Glasreiniger und viele andere Mittel machen das Material spröde. Nach dem Säubern werden die Dichtungen von Fenstern und Türen mit Glycerin, Talkum oder Gummi-Pflegemittel eingerieben, um sie geschmeidig zu halten. Wer die lackierten Blechteile wachst, schützt sie zusätzlich vor schlechtem Wetter und Schmutz.

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Wohnmobil reinigen – das sollten Sie bei Innenraumpflege beachten

Anschließend steht die Innenraumpflege an. Zunächst werden die Schränke und Schubladen vom Ballast der Reisesaison befreit, danach werden die Oberflächen gereinigt. Teppiche und Polster werden abgesaugt und überwintern dann nach Möglichkeit luftig außerhalb des Wohnmobils. Glatten Flächen wie dem Boden rückt man mit simpler Seifenlauge zu Leibe. Das Wassersystem mit Behälter, Filter, Pumpen und Tanks muss ebenso wie der Tank der Campingtoilette vor dem Einmotten geleert und gereinigt werden. Nicht vergessen, das Gas in der Küche abzudrehen.

Über den Winter sollten Schranktüren, Kühlschrank und nach Möglichkeit auch die Außentüren offen bleiben, um Luftzirkulation zu ermöglichen und muffigen Geruch zu verhindern. Wer sein Freizeitfahrzeug unter freiem Himmel parkt, kann alternativ einmal im Monat per Hand lüften. Zusätzlich beugt ein Luftentfeuchter im Innenraum Schimmelbildung vor.

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Frostschutz und Luftdruck nicht vergessen

Nach dem Wohnaufbau ist das eigentliche Fahrzeug dran. Zunächst kontrolliert man die Füllstände aller Flüssigkeiten und füllt gegebenenfalls nach, bei Kühlwasser und Scheibenwaschanlage an Frostschutz denken. Der Kraftstofftank wird nach Möglichkeit vollgemacht, so dass sich weniger Kondenswasser bilden kann. Bei älteren Modellen mit Stahltanks kann es sonst zu Rost kommen. Vor dem endgültigen Abstellen erhöht man den Luftdruck um rund ein halbes Bar, um den langsamen Druckverlust über den Winter auszugleichen. Um das Fahrzeug sicher zu fixieren wird der erste Gang eingelegt, Keile an den Rädern verhindern zusätzlich ein Wegrollen. Der Einsatz der Handbremse empfiehlt sich nicht, da diese über den Winter festrosten kann.

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Anders als Wohnwagen (maximal zwei Wochen) dürften Wohnmobile prinzipiell auf unbegrenzte Zeit an öffentlichen Straßen abgestellt werden. Zumindest, wenn sie eine gültige Zulassung haben. Allerdings könnten sich Anwohner von einem derart großen Dauerparker gestört fühlen. Besser steht das Fahrzeug daher auf privatem Grund oder in einer angemieteten Halle. Mittlerweile gibt es in vielen Gewerbegebieten entsprechende Angebote für relativ kleines Geld. Dort ist das Reisemobil zudem besser vor der Witterung und auch vor Diebstahl oder Vandalismus geschützt. Wer seinen Camper lieber unter freiem Himmel auf dem eigenen Grundstück abstellt, kann ihn mit einer luftdurchlässigen Hülle schützen. *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Holger Holzer/SP-X

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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