Gebrauchtwagen-Check

Der Opel Karl (seit 2015 bis 2019)

Opel Karl (seit 2015 bis 2019)
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Kleines Kerlchen? Eher kleines Karlchen - bis zu seiner Einstellung hat der Karl bei Opel das Einstiegsmodell gegeben.

Karl mag in der Welt der Lieder auch ein Käfer sein, als Auto kommt er von Opel und trägt den Namen eines Sohnes vom Firmengründer. Fortgejagt wurde er nicht, aber eingestellt. Gebraucht zuschlagen?

Berlin - Der Opel Karl ist mit anderen handlichen Flitzern der Kleinstwagenklasse vergleichbar: dem Renault Twingo oder dem VW Up zum Beispiel. Vom ähnlich dimensionierten Opel Adam sollte er sich seinerzeit jedoch abgrenzen. Durch mehr Schlichtheit, aber auch durch einen günstigen Preis als Einstiegsmodell bei Opel. Auch als Gebrauchter ist der Karl sehr erschwinglich und sein Abschneiden bei der Hauptuntersuchung (HU) solide - mit Ausnahmen.

Modellhistorie: Der Karl kam 2015 als Entwicklung aus der General-Motors-Familie auf den Markt - als Nachfolger des Agila und zu Preisen ab 9500 Euro. Das Modell, dass nahezu baugleich mit dem damaligen Chevrolet Spark ist, wurde 2019 wieder eingestellt.

Karosserievarianten: Den Karl gibt es ausschließlich als Fünftürer mit steilem Heck. Vier Personen finden klassenüblich bequem Platz. Als Rocks-Variante ist er leicht höher gelegt und rustikal beplankt.

Abmessungen (laut ADAC): 3,68 m x 1,60 m bis 1,63 m x 1,49 m bis 1,53 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 206 l bis 1013 l.

Stärken: Der Karl fährt sich dank einem Leergewicht von unter einer Tonne recht agil, die Lenkung ist leichtgängig, die kompakte Karosserie übersichtlich, der Verbrauch gering (nach NEFZ-Norm 4,5 Liter auf 100 Kilometer). Bei der HU zeigen sich Antriebswellen und Lenkanlage nach Angaben des „Auto Bild Tüv -Report 2021“ von der besten Seite. Ebenfalls unauffällig: Achsaufhängung und -federn. Topnoten gibt es für die Bremsleitungen, -schläuche und -scheiben sowie die Bremsfunktion. Die Abgasuntersuchung (HU) besteht er in aller Regel auf Anhieb.

Schwächen: Die Verarbeitungsqualität ist eher schlicht, beim Tüv patzt der Karl vor allem, indem er kleckert. Schon ab der ersten HU ist der Ölverlust hoch.

Pannenverhalten: Der ADAC bescheinigt dem Karl der Erstzulassungsjahre 2015 und 2016 eine gute Pannenbilanz, „17 und 18 sind dafür nur im Mittelfeld“. Mit Blick auf die hauseigenen Pannenstatistik würden dabei jedoch keine Pannenschwerpunkte deutlich. Die Anlässe für die Hilfe am Straßenrand sind demnach weiter gestreut.

Motoren: Benziner (Dreizylinder, Frontantrieb): 54 kW/73 PS und 55 kW/75 PS; auch Autogas-Versionen der Ottomotoren wurden angeboten.

Marktpreise laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Karl 1.0 Edition (2015); 55 kW/75 PS (Dreizylinder); 71.000 Kilometer; 4975 Euro. - Karl 1.0 LPG Edition EcoFlex (2017); 55 kW/75 PS (Dreizylinder); 49 000 Kilometer; 6900 Euro. - Karl Rocks 1.0 (2018); 55 kW/75 PS (Dreizylinder, Euro 6d-TEMP); 38.000 Kilometer; 8725 Euro. dpa

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