Audi, "Biest", "Wildschwein" oder Gazelle

Dienstwagen: So werden Staatschefs chauffiert

Dienstwagen der Mächtigen: So sicher reisen Staatschefs
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Audi A8 L W12 Security (Deutschland): Das 500 PS starke Luxusmodell der Kanzlerin hält dank spezieller Panzerung dem Beschuss mit Maschinengewehren, Handgranaten und Explosionen stand.
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HongQi L5 (China): Die "Rote Fahne" kostet über 580.000 Euro - das teuerste jemals verkaufte chinesische Auto.
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Lancia Flaminia 335 (Italien): Anlässlich des Besuchs von Königin Elisabeth II. im Jahr 1961 wurden insgesamt vier dieser Cabriolets gebaut.
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Citroën DS7 Crossback (Frankreich): Zwar kein offizielles Staatsfahrzeug, dafür aber mit Sonderausstattung. Für den neuen Präsidenten Emmanuel Macron bekam der Wagen ein spezielles Schiebedach spendiert.
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Cadillac One "The Beast" (USA): Die gepanzerte Limousine von US-Präsident Donald Trump wiegt zwischen acht und neun Tonnen. Zudem verfügt das Fahrzeug über reichlich Extras zur Erhöhung der Sicherheit.
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Mercedes-Benz Vito (Argentinien): Eher ungewöhnlich ist die Wahl des Vito (hier ein Beispielbild). Einfacher Grund dafür: Das vorige Fahrzeug von Präsident Mauricio Macri war von Demonstranten schwer beschädigt worden.
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In der Infografik sehen Sie die Karossen nochmals im Überblick.

"Wildschwein", "Biest", Gazelle. Die Dienstwagen der Mächtigsten der Welt fallen sehr unterschiedlich aus. Manche sind beinahe Panzer, andere eher bescheiden.

An diesem Wochenende findet der G20-Gipfel statt. Die Hamburger bekommen nicht nur Politprominenz zu sehen. Es bleibt auch genug Zeit, um einen Blick auf deren Dienstwagen - einige der sichersten und wohl auch teuersten Autos der Welt - zu werfen. Denn der Konvoi aus Staats- und Regierungschefs samt Anhang wird unter Polizeischutz rund 35 Mal durch die Stadt gelotst.

HAPPYCAR, Anbieter für Mietwagen-Preisvergleiche im Internet, hat einige der interessantesten Fahrzeuge der G20-Teilnehmer zusammengestellt und zum Teil kuriose Fakten dazu gesammelt.

Deutschland: Audi A8 L W12 Security

Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzt für offizielle Anlässe oft das 500 PS starke Luxusmodell von Audi, das dank spezieller Panzerung dem Beschuss mit Maschinengewehren, Handgranaten und Explosionen standhält. Die Standardausführung des Modells kostet rund 146.000 Euro. Die Kosten der "Kanzlervariante" dürften weitaus höher sein. Schätzungen gehen von etwa 250.000 Euro aus. Dafür ist der Wagen mit zahlreichen Extras ausgestattet, beispielsweise einem Notausstieg.

China: HongQi L5

In der Infografik sehen Sie die Karossen nochmals im Überblick.

HongQi – der Name der chinesischen Edelautomarke – heißt übersetzt "Rote Fahne", und selbige ziert auch die Motorhaube des L5. Das offizielle Fahrzeug des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei, Xi Jinping, ist mit einem Preis von über 580.000 Euro das teuerste jemals verkaufte chinesische Auto. Das Luxusmodell basiert auf dem zwischen 1963 und 1981 produzierten CA770 und erhält dadurch ein elegantes Retro-Design.

Italien: Lancia Flaminia 335

Dieses Gefährt wird nur noch zu ganz speziellen Anlässen wie etwa der Wahl von Präsident Sergio Mattarella genutzt. Anlässlich des Besuchs von Königin Elisabeth II. im Jahr 1961 wurden insgesamt vier dieser Cabriolets gebaut. Die Straßen Roms haben sie seitdem so gut wie nie verlassen – sie wurden stets mit dem Zug zu ihrem Bestimmungsort gebracht und sind deshalb heute noch hervorragend in Schuss, zwei sind noch in Staatsbesitz. Gerüchteweise existiert noch ein fünftes Modell – dieses soll die britische Königin damals als Geschenk erhalten haben.

Frankreich: Citroën DS7 Crossback

Der Luxus-SUV ist zwar kein offizielles Staatsfahrzeug, kam aber beim Amtsantritt des jüngst gewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron zum Einsatz. Dafür wurde der Wagen extra mit einem speziellen Schiebedach ausgestattet, das es dem Präsidenten ermöglichte, dem Volk zuzuwinken. Dank automatischer Abstandskontrolle und Lenkeingriff fährt der DS7 beinahe autonom.

USA: Cadillac One

Die gepanzerte Limousine von US-Präsident Donald Trump wiegt zwischen acht und neun Tonnen – trotz gut 1000 PS schafft es "The Beast" daher auf maximal 100 km/h. Das Fahrzeug verfügt über reichlich Extras zur Erhöhung der Sicherheit, wie etwa der Möglichkeit, Tränengasgranaten abzufeuern. Rund ein Dutzend Modelle existieren weltweit; reist der Präsident ins Ausland, wird jeweils das nächstgelegene eingeflogen.

Mexiko: Kitam

Kitam bedeutet in der Sprache der Maya "Wildschwein": Bei dem Spezialfahrzeug des mexikanischen Präsidenten handelt es sich um einen umgebauten und vom Militär gepanzerten Dodge RAM 3500. Er wiegt rund 1,5 Tonnen und verfügt über einen 400 PS starken Dieselmotor. Die Gesamtkosten inklusive Umrüstung belaufen sich auf rund 450.000 Euro. Unter anderem wurde auf der Ladefläche eine Bühne installiert – stilecht bezogen mit Kunstrasen.

Argentinien: Mercedes-Benz Vito

Ungewöhnlich mutet die Wahl des Kleintransporters als offizielles Staatsfahrzeug an. Dabei handelt es sich mehr oder weniger um eine Notlösung: Das vorige Fahrzeug von Präsident Mauricio Macri war von Demonstranten schwer beschädigt worden und musste ersetzt werden. Der Vito wurde vollständig gepanzert, wobei Teile extra aus Spanien importiert werden mussten. Die Panzerung allein soll zwischen 500 und 1500 Kilogramm wiegen.

Russland: Projekt Kortezh

Auch Wladimir Putin reist zu offiziellen Anlässen meist mit einem Mercedes - noch. Denn Ende 2017 soll eine neue russische Staatslimousine fertiggestellt werden, Codename: Kortezh ("Gefolge"). Aus über 80 Vorschlägen nationaler und internationaler Designer soll Putin persönlich seine zwei Favoriten ausgewählt haben. Anhand erster Bilder kann man davon ausgehen, dass ein anderer Limousinen-Klassiker als Inspiration diente: der Rolls Royce Phantom. Quasi als Antwort auf "The Beast" soll der Motor 850 PS liefern.

Niederlande: Damenrad der Marke Gazelle

Richtig gelesen: Wenn möglich nutzt der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sein eigenes Fahrrad statt einer Edellimousine. Das ist aber nicht allen recht. Eine iranische Delegation reagierte 2012 beschämt, als Rutte zu einem Treffen mit dem Drahtesel angereist war. Der Wert des alten Damenrads liegt bei schätzungsweise 40 Euro.

Quelle: HAPPYCAR

mop

Die Staatskarossen der US-Präsidenten

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