Übertrieben?

Strafe fürs Handy-Gucken? Auf diesem Zebrastreifen schon

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Wer im Straßenverkehr aufs Handy schaut, ist leicht abgelenkt - und das gilt nicht nur für Autofahrer.

In Köln und Augsburg gibt es bereits Bodenampeln, um abgelenkte Smartphone-Nutzer vor Unfällen zu bewahren - in einer US-Stadt kann dieses Verhalten nun teuer werden.

Wer in Honolulu auf sein Handy glotzt, während er über den Zebrastreifen läuft, muss in Zukunft Bußgeld zahlen. Damit ist die Hauptstadt des Bundesstaates Hawaii die erste in den USA, die eine solche Maßnahme aufstellt. Seit Mittwoch ist das im Juli beschlossene Verbot in Kraft.

Diese Strafen gelten für Handy-Gucker

Beim ersten Mal ist ein Bußgeld von rund 35 Dollar (30 Euro) fällig - wer jedoch mehrmals auffällig wird, kann mit bis zu 99 Dollar Strafe geahndet werden. Von dem Verbot ist nicht nur das Smartphone betroffen, sondern auch andere elektronische Geräte wie das Tablet oder auch Videospiele.

Handy-Verbot: Das sagen Kritiker und Befürworter

Kritiker halten die neue Handy-Regelung für einen Eingriff in das Privatleben und als eine Überregulierung des Staates. Doch der Bürgermeister Honolulus, Kirk Caldwell, ist da anderer Meinung: "Manchmal wünschte ich mir auch, dass man keine Gesetze für etwas bräuchte, wo doch eigentlich der gesunde Menschenverstand siegen sollte. Aber manchmal fehlt uns der eben."

Passend dazu: Darf ich aufs Handy schauen, wenn das Auto steht?

Eine Einwohnerin stimmt laut dem News-Portal Honolulu News Now zu: "Es ist einfach frustrierend, wenn du als Fahrer jemanden siehst, der extrem langsam läuft, weil er mit dem Smartphone beschäftigt ist."

Warum ist ein solches Verbot nötig?

Nach Schätzungen der Bundesstaaten sollen im vergangenen Jahr 6.000 Fußgänger auf US-Straßen gestorben sein. Falls sich diese Zahlen bestätigen, wären das elf Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch interessant: Darum halten viele die Ablenkung durchs Handy für ungefährlich und diese neuen Regelungen gelten seit kurzem im deutschen Straßenverkehr.

Von Franziska Kaindl

So viel kosten Sie die zehn größten Verkehrssünden

1. Parken in der Feuerwehranfahrtszone
1. Parken in der Feuerwehranfahrtszone © ADAC Motorwelt
2. Spurwechsel oder abbiegen ohne zu Blinken
2. Spurwechsel oder abbiegen ohne zu Blinken © ADAC Motorwelt
3. Reißverschluss: Zu früh an Engstellen einfädeln
3. Reißverschluss: Zu früh an Engstellen einfädeln © ADAC Motorwelt
4. Bei schlechtem Wetter mit Nebelschlussleuchte fahren
4. Bei schlechtem Wetter mit Nebelschlussleuchte fahren © ADAC Motorwelt
5. Gute Sicht, freie Straße: Am Stoppschild nicht anhalten
5. Gute Sicht, freie Straße: Am Stoppschild nicht anhalten © ADAC Motorwelt
6. Parkscheinautomat kaputt: Nicht zahlen, einfach parken
6. Parkscheinautomat kaputt: Nicht zahlen, einfach parken © ADAC Motorwelt
7. Auf Parkplätzen immer auf die Regel "rechts vor links" vertrauen
7. Auf Parkplätzen immer auf die Regel "rechts vor links" vertrauen © ADAC Motorwelt
8. Hupen, weil der Vordermann nicht schnell genug losfährt
8. Hupen, weil der Vordermann nicht schnell genug losfährt © ADAC Motorwelt
9. Ein Abblendlicht defekt: Erst mal weiterfahren
9. Ein Abblendlicht defekt: Erst mal weiterfahren © ADAC Motorwelt
10. Musik im Auto voll aufdrehen
10. Musik im Auto voll aufdrehen © ADAC Motorwelt
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