Akkuschonend unterwegs

E-Auto-Kniffe für die kalte Jahreszeit

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Elektrische Schlittenfahrt: Im Winter müssen Fahrer eines Elektroautos in der Regel eine geringere Reichweite einplanen. Foto: Timothy Artman/Tesla Inc./dpa-tmn

Sitzheizung, Lenkradheizung, Lüftung: All das frisst im Elektroauto viel Energie. Mit ein paar Kniffen überstehen Fahrer die kalte Jahreszeit allerdings ohne mit leerem Akku liegenzubleiben.

Berlin (dpa/tmn) - Wer ein Elektroauto fährt, muss im Winter mit Reichweitenverlusten rechnen. "Die Reichweite ist stark abhängig von der Außentemperatur, weil der Akku im Winter weniger Leistung bringt", erklärt Marcel Mühlich vom Auto Club Europa (ACE). Hinzu komme der Energieverbrauch, den im Winter besonders die Autoheizung in die Höhe treibt.

Beim Fahrzeugkauf sollten Fahrer deshalb darauf achten, dass das E-Auto eine Wärmepumpe installiert hat, rät der Technikexperte. Die Abwärme von Traktionsbatterie, Leistungselektronik und Elektromotor könne bei Fahrzeugen mit Wärmepumpe genutzt werden, um den Innenraum aufzuheizen. "Wer nur eine elektrische Heizung nutzen kann, muss davon ausgehen, dass ein Drittel an Reichweite verloren geht".

Um den Wagen vorzuwärmen, kann die Heizung bei manchen E-Autos außerdem bereits während des Ladevorgangs aktiviert werden. So ist der Innenraum beim Losfahren bereits vorgewärmt.

Ein weiterer Tipp zum Energiesparen: Scheiben müssen nicht unbedingt mit der Heckscheibenheizung enteist werden. Nur auf Kosten der Sicherheit sollten die Heizungen nie ausgeschaltet werden: "Natürlich ist eine gute Sicht wichtiger als die Reichweite", sagt Mühlich.

Auch die Lüftung und andere Heizungsanlagen im Auto ziehen laut Mühlich Strom: "Alles, was ohne Wärmepumpe heizt, ist ein großer Energiefresser". Das Tagfahrlicht des E-Autos verbraucht dagegen eher wenig Energie, da es mit LED-Leuchten betrieben wird.

Wer sich absichern möchte, kann zusätzlich den Eco-Modus seines Autos anwerfen. Dieser begrenzt die Leistung beim Anfahren. "Viele Fahrzeuge haben dann beim Überholvorgang die Leistung trotzdem noch zur Verfügung", so Mühlich. Defensives Fahren unterstütze das Energiesparen aber ebenso: "Die Fahrzeuge rollen lassen bringt auch was, weil die Autos sich bei Schub wieder aufladen".

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