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Elektro-Autos: Diese Prämie gilt nur noch 2017

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Bis Ende des Jahres fördert der Staat den Kauf eines Elektro-Autos noch mit 4.000 Euro.

Diesel-Skandal, hohe Spritkosten und Umweltbewusstsein: Elektro-Autos werden für immer mehr Autofahrer zur ernsten Alternative. Und dabei lockt auch noch eine Prämie.

Die Bundesregierung belohnt den Wechsel zum Elektro-Auto mit reizvollen Prämien. Autofahrern soll damit die Entscheidung erleichtert werden, sich von ihrem alten Fahrzeug zu trennen und auf einen Stromer umzusatteln. Die Entwicklungen auf dem Automobilmarkt der letzten Jahre trugen auch ihren Teil dazu bei: Benzin wird immer teurer, Diesel belastet die Umwelt und die Infrastruktur für E-Mobilität wird immer ausgereifter.

So fördert der Staat den Wechsel zu Elektro-Autos

Momentan erteilt der Staat eine Prämie von 4.000 Euro pro Neuwagen, wenn man sich für eines mit reinem Elektro-Antrieb entscheidet. Doch der Fördertopf ist nicht endlos - bei 1,2 Milliarden Euro ist Schluss. Deshalb sollten Sie jetzt schnell handeln, wenn Sie noch von der vollen Prämie profitieren wollen, wie der Focus berichtet. Der sogenannte Umweltbonus kann seit Juli 2016 beantragt werden. Bekommen können die Prämie Käufer von neuen Elektro-Autos bis zum Listenpreis von 60.000 Euro. Für reine E-Autos gibt es eine Kaufprämie von 4.000 Euro, für Hybridfahrzeuge von 3.000 Euro. Viele Verkäufer legen außerdem noch eigene Prämien obendrauf.

Was soll die Prämie für Elektro-Autos bringen?

Das Budget, welches die Regierung zur Förderung bereitgestellt hat, soll für mehr als 300.000 Elektro-Autos reichen. Falls sich bis zur endgültigen Frist im Juni 2019 noch Fördermittel im Topf befinden, verfallen diese. Ziel des Förderprogramms ist die Steigerung auf 500.000 neue E-Autos auf deutschen Straßen. Die Bundesregierung wollte eigentlich bis 2020 eine Million Elektroautos auf die deutschen Straßen bringen. Mitte Mai hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) jedoch von dieser Zielmarke verabschiedet.

Prämie ist gestaffelt: Nur noch dieses Jahr gibt's 4.000 Euro Zuschuss

Damit das Förderprogramm auch so bald wie möglich Wirkung zeigt und die Schadstoff-Belastung durch Diesel-Fahrzeuge eingedämmt wird, sind die Prämien gestaffelt. Wenn Sie bis Ende des Jahres investieren, bekommen Sie für ein neues E-Auto die vollen 4.000 Euro Nachlass. Ab 2018 sind es nur noch 3.000 Euro pro Elektro-Auto mit Batteriebetrieb.

Für die Plug-in-Hybrid-Antriebe gelten andere Fördergrenzen: Bis zum Jahresende 2017 erhalten Käufer einen Zuschuss von 3.000 Euro, danach kann eine Förderung von 2.000 Euro beantragt werden.

Passend dazu: Sind Elektro-Autos wirklich umweltfreundlicher?

Elektro-Autos: Wie groß ist das Interesse an der Prämie?

Das Interesse an der Prämie für Elektro- und Hybridautos bleibt ein Jahr nach ihrem Start verhalten. Laut einer im Juli 2017 veröffentlichten Zwischenbilanz des zuständigen Bundesamtes wurde der sogenannte Umweltbonus in den vergangenen zwölf Monaten rund 23.000 Mal beantragt.

Der Fördertopf ist somit noch ziemlich voll: Von den zur Verfügung stehenden 1,2 Milliarden Euro wurden etwa 82 Millionen Euro verbraucht. Private Käufer machten aber weniger als die Hälfte der Antragsteller aus, der Bonus wird vor allem von Unternehmen beantragt.

Welche Hersteller nehmen am Förderprogramm teil?

Sämtliche Autobauer beteiligen sich an der Bezuschussung. Einziges Kriterium: Der neue Stromer darf nicht den Listenpreis von 60.000 Euro übersteigen. Dabei unterscheiden sich die Förderungen für den reinen Elektro-Antrieb via Batterie und den Plug-in-Hybrid-Antrieb. Außerdem muss es sich um ein "echtes" Elektro-Auto handeln, damit die Förderung greift - besonders leichte Elektrofahrzeuge sowie dreirädrige und quadähnliche Gefährte sind davon ausgeschlossen.

Auch interessant: Warum in Norwegen Elektro-Autos plötzlich zum Problem werden.

Welche Hersteller profitieren von der Umweltprämie?

Größter Nutznießer der Prämie war Mitte des Jahres laut dem Bundesamt zufolge der Autohersteller BMW mit knapp 6.000 Anträgen, gefolgt von Renault mit knapp 3.700 und Audi mit rund 3.000 Anträgen. Für den Kauf eines Elektro-Autos von Volkswagen wurden rund 2.400 Anträge gestellt.

Mit der Förderung möchte die Bundesregierung ein generelles Umdenken bei der Mobilität herbeiführen. Die Modelle werden außerdem immer preiswerter und massentauglicher - und schonen auf lange Sicht nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Passend dazu: So stellen sich Deutsche die Zukunft der Elektro-Autos vor.

Auf der IAA 2017 in Frankfurt stellten die Hersteller ihre neuen glänzenden Elektro-Prototypen vor:

Elektro-Offensive bei der IAA: Ihnen gehört die Zukunft

Der Mercedes GLC F-Cell hat einen Hybridmotor und fährt mit Wasserstoff und einer Lithium-Ionen-Batterie stolze 437 Kilometer.
Der Mercedes GLC F-Cell hat einen Hybridmotor und fährt mit Wasserstoff und einer Lithium-Ionen-Batterie stolze 437 Kilometer. © dpa
Die Reichweite des kompakten EQA soll hingegen bei 400 Kilometern liegen.
Die Reichweite des kompakten EQA soll hingegen bei 400 Kilometern liegen. © Mercedes
272 PS sollen den kompakten Stromer in fünf Sekunden von 0 auf Tempo 100 katapultieren.
272 PS sollen den EQA in fünf Sekunden von 0 auf Tempo 100 katapultieren. © Mercedes
Schicker Stromer: der Mercedes EQA.
Schicker Stromer: der Mercedes EQA. © Mercedes
Die Studie Smart Vision EQ ist noch in weiter Ferne, klingt aber zukunftsträchtig.
Die Studie Smart Vision EQ ist noch in weiter Ferne, klingt aber zukunftsträchtig. © Mercedes
Der VW Crozz soll bereits 2020 ausgerollt werden.
Der VW Crozz soll bereits 2020 ausgerollt werden. © dpa
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Er ist gleich mit zwei Elektromotoren ausgerüstet - einer hinten, einer vorne. © dpa
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Der BMW I Vision Dynamics soll dagegen rein elektrisch laufen. © dpa
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Er befindet sich irgendwo zwischen i3 und i8, sein Marktstart liegt jedoch noch in weiter Ferne. © dpa
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mil/afp

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