Behörden machen ernst

Erste VW-Diesel von Umrüstungsverweigerern stillgelegt

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Vom Dieselskandal betroffene VW-Kunden sollten die Frist zur Umrüstung nicht verstreichen lassen. Es könnte die Stilllegung des Fahrzeugs folgen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

VW-Kunden, die ihr Diesel-Fahrzeug umzurüsten müssen, sollten der Aufforderung innerhalb der gesetzten Frist nachkommen. Ansonsten droht die Stilllegung des Fahrzeugs. In zehn Fällen sind die Behörden diesen Schritt bereits gegangen.

Wolfsburg (dpa) - Kfz-Zulassungsbehörden haben damit begonnen, nicht umgerüstete VW-Dieselfahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen. In zehn Fällen seien bereits Stilllegungsverfügungen für manipulierte Dieselautos erlassen worden, berichteten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR.

Insgesamt seien rund 90 Autobesitzer aufgefordert worden, ihre Fahrzeuge innerhalb von vier Wochen umrüsten zu lassen, sonst drohe ebenfalls die Stilllegung. Dem Bericht zufolge verfahren die Behörden hier aber unterschiedlich. Einige sind demnach kulanter, andere greifen schneller durch.

Vor allem das VW-Pickup-Modell Amarok steht derzeit im Fokus der Behörden. Mit dem Wagen hatte VW im Januar 2016 mit der Umrüstung der insgesamt betroffenen Autos begonnen. Nach der ersten Mitteilung über den Rückruf haben Autobesitzer 18 Monate Zeit, ihre Wagen umrüsten zu lassen. Die Halter würden in dieser Zeit mehrfach vom Hersteller angeschrieben, sagte eine Sprecherin des Kraftfahrt-Bundesamtes. Für mögliche Stilllegungen seien dann die Zulassungsbehörden zuständig.

Auch bei einigen Autos der weiter verbreiteten Modelle Golf, Passat und Polo läuft diese Frist demnächst ab. Laut VW sind in Deutschland inzwischen etwa zwei Millionen Autos aus dem Konzern umgerüstet. Das sind gut 90 Prozent der insgesamt 2,2 Millionen ursprünglich betroffenen Autos von VW, Audi, Skoda und Seat, die noch in Deutschland auf der Straße unterwegs sind, wie ein VW-Sprecher sagte.

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