"Lerne, wie man parkt"

Fahrer rammt Auto und hinterlässt dreisten Zettel

Statt auf den Besitzer zu warten oder seine Versicherungsdaten zu hinterlassen, schreibt ein Unfallverursacher in Australien eine unverschämte Notiz.

Auf Parkplätzen kann es immer wieder zu Unfällen kommen. Oft sind es kleine, unabsichtliche Rempler – ob mit Tür, dem Einkaufswagen oder der Stoßstange. In einigen Fällen hinterlassen die Verursacher einen Zettel am Unfallwagen mit ihren Versicherungsdaten oder verständigen direkt die Polizei.

"Dein Auto ist sowieso Scheiße"

Ganz anders in Australien. Dort hat ein Fahrer ein anderes Auto beim Ausparken angefahren und eine unverschämte Nachricht hinterlassen, statt auf den Besitzer zu warten. Die Notiz hat ein Facebook-Nutzer veröffentlicht, sie lautet:

"Tut mir leid, dass ich dein Auto angefahren habe, es gibt keine Kratzer, aber jemand hat mich beobachtet. Dein Auto ist sowieso Scheiße. Du solltest mich nicht blockieren. Lerne, wie man parkt."

Ob es sich bei dem Nutzer um den Wagenbesitzer oder nur einen Passanten handelt, ist nicht bekannt. Zwar ereignete sich der Vorfall bereits Ende 2016, doch macht er jetzt wieder auf sich aufmerksam.

Reicht ein Zettel am Auto?

Die Situation kennt jeder Autofahrer: Beim Ausparken den Wagen hinter sich angefahren. Ist dabei kein sichtbarer Schaden entstanden, informieren die Verursacher den anderen Wagenbesitzer oft nur mit einem Zettel über den Unfall. Auf diesen hinterlassen die meisten ihre Versicherungs- und Kontaktdaten und verlassen den Unfallort.

Doch Vorsicht! Laut § 142 des Strafgesetzbuchs (StGB)entfernen Sie sich damit unerlaubt vom Unfallort. Im günstigsten Fall erhalten Sie nur eine Geldstrafe. Die Höchststrafe liegt dagegen bei drei Jahren Gefängnis.

Erfahren Sie hier, wie sich ein Autofahrer mit einem Pöbelzettel am Ende zur Lachnummer gemacht hat.

Haben Sie ein Auto angefahren, reicht es also nicht, einen Zettel zu hinterlassen. Denn dieser könnte durch Regen oder Wind unleserlich werden. Sie müssen dem Gesetz nach eine angemessene Zeit auf den Besitzer des anderen Autos warten. Taucht dieser nicht zeitnah auf, müssen Sie die Polizei über den Unfall informieren – am besten per Handy. Melden Sie den Unfall nicht und entfernen sich vom Unfallort, begehen Sie Fahrerflucht. Das gilt auch für kleine Parkrempler.

Zettel am eigenen Auto

Finden Sie an Ihrem Auto einen Zettel ohne Kontaktdaten oder mit falschen Informationen nach einem Unfall, sollten Sie zunächst Fotos des Schadens, Ihres Autos und der Umgebung machen. Rufen Sie anschließend die Polizei und schildern Sie den Vorfall. Die Beamten nehmen die Ermittlungen auf und versuchen den Verursacher zu finden.

Lesen Sie hier: Mann ärgert sich über Falschparker – und bestraft ihn mit irrer Aktion.

Rubriklistenbild: © Facebook/Nayte L Howarth

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Bußgeld droht: Die meisten Autofahrer verhalten sich beim Grünpfeil falsch

Der grüne Abbiegepfeil erlaubt Autofahrern bei einer roten Ampel rechts abzubiegen. Doch die meisten nutzen ihn falsch - im schlimmsten Fall droht sogar Bußgeld.
Bußgeld droht: Die meisten Autofahrer verhalten sich beim Grünpfeil falsch

Kia Sportage: So fährt sich der neue Diesel-Hybrid

Der Kia Sportage ist ein SUV der ersten Stunde. Seit 26 Jahren rollt der Koreaner auf Europas Straßen. Wir haben das Facelift der vierten Generation im Alltag getestet. …
Kia Sportage: So fährt sich der neue Diesel-Hybrid

Reifenwechsel: Warum Sie jetzt auf keinen Fall mehr mit Winterreifen fahren sollten

Durch die Corona-Zwangspause haben viele Autofahrer Termine auf die lange Bank geschoben. Doch bei dem warmen Wetter ist jetzt höchste Zeit, von Winter- auf Sommerreifen …
Reifenwechsel: Warum Sie jetzt auf keinen Fall mehr mit Winterreifen fahren sollten

Neuer Bußgeldkatalog zu streng: ADAC macht eine klare Ansage

Nachdem Verkehrsminister Scheuer einige Strafen im neuen Bußgeldkatalogs entschärft, kommt nun seitens des ADAC eine zusätzliche Forderung.
Neuer Bußgeldkatalog zu streng: ADAC macht eine klare Ansage

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.