Werkzeug im Test

Hobbyschraubern genügen auch günstigere Drehmomentschlüssel

Damit das Rad sicher hält, sollten die Schrauben mit dem vorgegebenen Drehmoment angezogen werden. Foto: Robert Günther/dpa-tmn
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Damit das Rad sicher hält, sollten die Schrauben mit dem vorgegebenen Drehmoment angezogen werden. Foto: Robert Günther/dpa-tmn

Manche Teile am Auto muss man mit exakter Kraft anziehen. Das klappt mit einem Drehmomentschlüssel - das Werkzeug gibt es in verschiedenen Preisklassen. Was taugen die Modelle?

Hamburg (dpa/tmn) - Nach fest kommt ab: Der Handwerkerspruch gilt auch fürs Schrauben am Auto. Doch einige Teile - etwa die Schrauben beim Radwechsel - müssen mit exakter Kraft angezogen werden. Also: nicht zu lax und nicht zu straff.

Das geht mit Drehmomentschlüsseln, bei denen sich der gewünschte Wert voreinstellen lässt. Dabei eignet sich schon preiswertes Werkzeug, wenngleich man von den billigsten Modellen lieber die Finger lässt, wie ein Vergleich der Fachzeitschrift «Auto Bild Klassik» (Ausgabe 6/2020) unter zehn Drehmomentschlüsseln zu Preisen von rund 24 bis 239 Euro zeigt.

Ein Modell erreicht die Spitzennote

Testsieger ist der «Hazet 5122-3 CT» für rund 135 Euro. Das Profi-Modell schneidet als einziges mit «sehr gut» (5/5 Sternen) ab. Dahinter liegt der «Gedore Drehmomentschlüssel Torcoflex UK 3550-20 UK LS 4» für rund 96 Euro. Er ist «gut» und erreicht 4,5 von 5 Sternen des Wertungssystems.

Es muss aber nicht immer ein Modell auf Profi-Niveau sein. Den Ansprüchen von Hobbyschraubern genügen den Testern zufolge auch günstigere Modelle, zum Beispiel der «Goodyear Drehmomentschlüssel 75522» für rund 49 Euro, der «befriedigend» abschneidet (3,5/5) und den die Zeitschrift zum Preis-Leistungs-Sieger kürt. Das günstigste «gut» bewertete Modell (4/5) ist der «Proxxon Industrial MicroClick Drehmomentschlüssel MC 200» für 67 Euro.

Schlechte Qualität im unteren Preissegment

Die billigsten Modelle zu Preisen von rund 24 bis 35 Euro konnten nicht überzeugen: Unter anderem sorgten schlechte Verarbeitung und größere Schwankungen bei der Auslösegenauigkeit für miese Noten bei diesen Werkzeugen.

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