Fünftürer-Modelle im Vergleich

Hyundai i20 für alle, die es sportlich mögen: Das kann der kleine Bruder im Vergleich zum i30

Der i20 kommt sportlich daher.
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Der i20 kommt ziemlich sportlich daher.

Die Südkoreaner haben dem i20 und i30 ein weiteres gründliches Facelift verpasst – technisch und optisch. Auch beim Fahrstil unterscheiden sich die beiden Fünftürer-Modelle.

Hyundai* hat sich seit dem Marktstart vor 30 Jahren in Deutschland zur stärksten asiatischen Marke hierzulande gemausert. Der Rekord-Marktanteil von 3,6 Prozent aus dem Jahr 2019 konnte 2020 wiederholt werden. Ein Aufschwung, an dem die kompakten Modelle ihren bedeutenden Anteil haben. Und weil erfolgreiche Modelle besonderer Pflege bedürfen, haben die Südkoreaner dem i20 und i30 ein weiteres gründliches Facelift verpasst – technisch und optisch. Wir haben beide Fünftürer-Modelle miteinander verglichen und wollen aufzeigen, ob sich die zusätzlichen 5000 Euro für den größeren i30 lohnen.

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Hyundai i20 und i30 – die beiden Fünftürer-Modelle im Vergleich

Der Sprung beim Grundpreis ist schon beachtlich: Der i20 beginnt bei 13.990 Euro, der i30 legt bei 18.990 Euro los. Doch der preisliche Unterschied zwischen den Brüdern hat gute Gründe. Trotz vieler Gemeinsamkeiten gibt es markante Differenzen.

Das beginnt bei den Ausmaßen. Speziell in der Länge. Der i20 ist mit 4,04 Metern ganze 30 Zentimeter kürzer. Dieser Längenunterschied steckt fast ausnahmslos im Kofferraum. Der i30 bietet dort insgesamt rund 80 Zentimeter Länge von der Heckklappe bis zum untersten Punkt der Rücksitzbank. Beim i20 sind es rund 20 Zentimeter weniger. Das macht sich beim Ladevolumen bemerkbar: Der i30 kann 395 Liter Volumen aufnehmen, bei umgeklappter Rückbank sogar bis zu 1301 Liter. Beim i20 sind es nur 262 bis maximal 1075 Liter Stauraum. Allerdings: Drei Wasserkästen passen nebeneinander rein. Für den üblichen Einkauf im Supermarkt ist also durchaus genügend Platz vorhanden.

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Der i30 verhält sich etwas gesitteter, ohne behäbig zu werden.

Hyundai i20 versus i30 – Sportlicher Fahrstil oder lieber etwas gesitteter?

Weil der größte Längenunterschied somit im Heck versteckt ist, gibt es für die Insassen im Innenraum weniger Unterschiede. Auf den Frontsitzen ist das Raumgefühl in beiden Modellen nahezu gleich gut. Kein Gefühl von Enge, kein Anstoßen nach oben, man fühlt sich wohl. Sogar die Kniefreiheit im Fond ist auch beim i20 noch überraschend großzügig. Lediglich hoch gewachsene Menschen werden dort auf der Rücksitzbank mit dem Kopf oben anstoßen und ein Enge-Gefühl verspüren.

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Einen Unterschied gibt es wieder in der Optik. Der i20 sieht rasanter aus, kecker, mit mehr Kanten. Und der Eindruck setzt sich bei den Fahreigenschaften fort. Der kleinere Bruder ist der deutlich sportlichere. Das liegt in erster Linie an der sehr direkten Lenkung. Bereits bei leichter Lenkbewegung reagiert der i20, fast wie beim Go-Kart, und strahlt dadurch eine enorme Wendigkeit aus. Der i30 verhält sich etwas gesitteter, ohne behäbig zu werden. Beide liegen vergleichsweise ruhig und satt auf der Straße. Auf der Autobahn bei Geschwindigkeiten ab etwa 110 km/h wird die ansonsten angenehme Federung jedoch etwas holpriger. Ohnehin ist der i20 etwas straffer gefedert, Straßen-Unebenheiten kommen direkter durch. Durch die direkte Lenkung gibt er sich auch auf der Autobahn etwas „nervöser“. Der Ein- und Ausstieg ist bei beiden Modellen relativ tief.

Beide Getriebevarianten sind zu empfehlen. Die manuelle Sechs-Gang-Schaltung arbeitet präzise und knackig. Die Sieben-Gang-Automatik schaltet generell gut und flüssig, verzögert nur beim Anfahren mitunter etwas – was uns nicht störend auffiel.

In puncto Ambiente und Technik gleichen sich die beiden Fünftürer wieder. Es gibt kaum Unterschiede, vom schicken digitalen 10,25-Zoll-Tacho über den 8-Zoll-Farb-Touchscreen auf der Cockpit-Mitte bis zu den vielen technischen (Sonder-)Features.

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Bei den Motoren i20 nur als Benziner erhältlich

Bei den Motoren ist der i20 nur als Benziner erhältlich. Der i20 startet mit der 84-PS-Variante mit 5-Gang-Schaltung für besagte 13.990 Euro. Die 100-PS-Variante kann mit einer manuellen 6-Gang-Schaltung (17.490 Euro), einer 6-Gang-iMT mit elektronischer Kupplung (18.490 Euro) oder dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (19.990 Euro) kombiniert werden. Das Top-Modell mit 120 PS beginnt bei 23.090 Euro.

Hyundai i30 auch als Diesel mit 115 und 136PS

Der i30 bietet Benziner mit 110 PS (18.990 Euro), 120 PS (21.690 Euro) und 159 PS (25.790 Euro) sowie Diesel mit 115 (23.640 Euro) und 136 PS (28.140 Euro).

Hyundai i20 versus i30: Beide Modelle als Stadtauto perfekt

Fazit: Beide Modelle sind perfekte Stadtautos, bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein angenehmes Fahrambiente. Den größeren Spaßfaktor bietet der i20, der auf jüngere Kunden abzielt. Wem ein Kofferraum für die große Sporttasche reicht und wer 5000 Euro sparen möchte, sollte zum zweitkleinsten Hyundai – nach dem i10 – tendieren. Der i30 kann allerdings ebenfalls gut mithalten und bietet durch den größeren Laderaum mehr Möglichkeiten. *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

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