Fünf Optionen

Zu wenig Ladestationen: Wo kann man Elektro-Autos auftanken?

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Eine Frage von Elektro-Fahrern - und denen, die es werden wollen - ist, wo sich Lademöglichkeiten für das Auto bieten. Schließlich will man nicht liegen bleiben.

Das Elektro-Auto wird in Zukunft immer wichtiger - doch so richtig vorbereitet auf die Mobilitätswende ist Deutschland noch nicht. Eine Analyse des Car-Instituts an der Universität Duisburg-Essen zeigt laut dem Online-Portal der SZ, dass auf 10.000 Einwohner nur eine Ladestation kommt. Deshalb haben wir ein paar Möglichkeiten zusammengestellt, wie Elektro-Autofahrer trotzdem den nötigen Saft für ihr Fahrzeug erhalten.

Elektor-Auto laden: An der Haushaltssteckdose

Die Haushaltssteckdose ist für jeden am einfachsten zu erreichen - doch der entscheidende Nachteil ist, dass der Ladevorgang sich hier ziemlich zieht. Um die Haushaltssteckdose verwenden zu können, brauchen Sie ein spezielles Kabel mit einer Steuer- und Schutzeinrichtung. Diese werden in den meisten Fällen zum E-Auto mitgeliefert. Die Ladeleistung liegt bei nur 2,3 kW - deshalb braucht der gängige Akku mit einer Kapazität von 23 kWh rund 10 Stunden um aufgeladen zu werden. Deshalb bietet sich diese Lademöglichkeit nur, wenn das Auto längere Zeit nicht gefahren wird, wie zum Beispiel über Nacht.

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Eine Wandladestation installieren

Wem die Haushaltssteckdose zu lange dauert, kann sich zuhause eine Wandladestation, auch Wallbox genannt, installieren lassen. Bei einer Ladeleistung zwischen 3,6 und 22 kW - je nachdem, ob sie am normalen Haushaltsnetz oder am Starkstromanschluss angeschlossen wird - dauert es im besten Fall 2 bis 6 Stunden. Jedoch sind die Kosten für den Kauf und die Installation einer Wandladestation relativ hoch - es gibt kaum Angebote unter 1.000 Euro und die Preise variieren stark.

Ladestationen per App finden

Die öffentlichen Ladesäulen haben in der Regel eine Leistung zwischen 10 und 22 kW und liegen damit im Rahmen einer besseren Wandladestation. Sie sind in Parkhäusern, Supermarktplätzen oder Innenstädten zu finden. Wer in einer unbekannten Umgebung unterwegs ist, kann mithilfe von Apps die nächste Ladestation ausfindig machen. Jedoch unterscheiden sich bei den öffentlichen Ladesäulen die Preis- und Abrechnungsmodelle stark: Bei den einen zahlen Sie nach Ladedauer, bei den anderen nach Strommenge. Um an Kassenautomation, online oder per Handy zu Bezahlen ist häufig eine vorherige Registrierung oder eine Chipkarte nötig. Außerdem zahlen Sie hier mehr als an der heimischen Ladestation.

Passend dazu: Sind Elektro-Autos wirklich umweltfreundlicher als Verbrenner?

Schnellladestationen im Anmarsch

Wer es noch eiliger hat, kann Schnellladesäulen anpeilen. Sie haben in der Regel eine Ladeleistung von 50 kW. Hersteller arbeiten sogar an Ultra-Schnellladesystem, die das E-Auto innerhalb weniger Minuten aufladen sollen. Tesla ist in der Hinsicht schon ganz weit vorn: Der Autobauer bietet Ladeleistungen von bis zu 135 kW - allerdings sind diese auch nur zu den eigenen Modellen kompatibel. Das Tanken an Schnellladestationen ist außerdem noch teurer als an den normalen.

Hersteller arbeiten am induktiven Laden

Experten sind der Meinung, dass die Zukunft der E-Autos beim induktiven Laden liegt. Die drahtlose Energieübertragung wird teilweise bei elektrischen Zahnbürsten angewandt und hat den Vorteil, dass es keinen Verschleiß oder die Gefahr von Fehlbedienungen gibt. Bei E-Autos wird diese Methode noch recht selten angewandt, weil es kaum vorgerüstete Modelle gibt. Jedoch sind die Hersteller fleißig an der Arbeit - erste Prototypen sollen bis zu 200 kW Ladeleistung haben. Wie das Ganze im Einzelnen in der Praxis funktionieren soll, muss erst noch ausgearbeitet werden.

Erfahren Sie außerdem, warum Elektro-Autos in Norwegen zum Problem werden und welche Gefahren bei autonomen Fahrzeugen lauern.

Von Franziska Kaindl

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